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Espressomühle Mazzer Mini Test
Von Arne • Allgemein, Barista, Espresso
Mazzer Mini im Test
Wie versprochen stelle ich euch jetzt den Großen Bruder meine Kaffeepressen-Mühle vor. Die Mazzer Mini.
Das Erscheinungsbild dieser Mühle ist schnell zusammenzufassen. Elegant, massiv und schwer. Von Gewicht und Format könnte sie auch eine Maschine sein, die Löcher in Stahlplatten stanzt
. Ich nutze sie jetzt schon über ein Jahr und bin sehr zufrieden. Auch wenn wir uns die ersten Tage aneinander gewöhnen mussten.
Technische Daten:
- Mahlscheiben, Durchmesser: ø 58 mm
- Leistung: 250 W
- Umdrehungen: 1.400
- 230 V – 50 Hz
- Dosierbehälter
- Abmessungen im mm: (B) 150 x (T) 350 x (H) 450
- Gewicht: 9. kg
Das ist toll
- geringe Lautstärke

- hochwertige Verarbeitung
- wenig statische Aufladung des Pulvers
- Konstantes, homogenes Mahlen
- Breiter Justierbereich
- Tolles Design
- angemessene Geschwindigkeit
Das ist weniger gut
- Plastik Bohnen Behälter (dünnwandig)
- Rückstände im Dosierer
- Bei sehr feiner Einstellung kann der Motor stehen bleiben*.
*Atomeinstellung
Die Justierungsmöglichkeiten gehen von recht grob bis zum “atomaren” Bereich. Es ist möglich so fein zu mahlen, dass das Kaffeepulver beinahe wie ein “Sirup” wirkt und klumpt. So fein braucht den Espresso kein Mensch, weil dann nichts mehr durch den Siebträger dringt. Bei einer solchen” Atomeinstellung” (ich bin ein Spielkind) ist mir ein mal der Motor stehen geblieben.
Du bist dran!
Habt ihr auch Erfahrungen mit Mazzer Mühlen? Und welches würdet ihr mir als nächstes Modell empfehlen? Denn wir sind uns einig, zwei Kaffeemühlen sind einfach nicht genug!
Übrigen habe ich mir diese Mühle bei casa-del-espresso erworben und bin sehr zufrieden
Viele Grüße und ich schaue jetzt ganz tief in die Espresso Tasse,
Arne


17. November 2010 • 17:21 1 Johannes schrieb
Hallo Arne, die Mazzer ist schon eine feine Mühle. Allerdings stört mich bei Mühlen mit Dosierer, dass das Einstellen der Mühle auf einen neuen Kaffee viel Pulver verbraucht. Mir ist die Einstellerei viel zu aufwändig. Deswegen bin ich ein riesen Freunde von Direktmahlern. Wenn es weiter Mazzer bleiben soll empfehle ich Dir die Mazzer Mini E A/B. Meine persönlichen Favoriten sind allerdings die Mahlkönig Vario (ist bei mir im Einsatz – sehr genial) oder die Macap M4D.
Johannes
24. November 2010 • 12:24 2 Andi schrieb
Als Privathaushalt eine Mühle mit Dosierer sich anzuschaffen ist auch mehr als dämlich. Gemahlener Kaffee verliert nach 10min. schon seine ersten Geschmäcker. Direktmahler für den privaten Haushalt und Dosierer für das Cafè.
Ich habe auch die Mazzer Mini E (A) daheim. Ein wesentlicher Unterschied im Gegensatz zur Iberital Challenge, die ich vorher hatte. Die Mahlkönig Vario (2. Vers.) soll auch gut sein. Das Einstellpotential gefällt mir. Und die Macap M4D ist quasi ne günstige Vers. der Mazzer Mini E. Lediglich die Timer einstellung soll schlecht sein.
Interessant wäre mal ein Geschmacksvergleich anzustreben zwischen einer billigen Mühle (bsp. Iberital Challenge, Ascaso i Mini, etc.) und einer Mazzer Mini E/ Mazzer Kony o.ä.
LG Andi
25. November 2010 • 01:37 3 Arne schrieb
Interessant zu “hören” welche Mühlen ihr nutzt. Zu den Dosierern: Sie sollte weder Privat noch im Kaffeehaus als Espresso-Speicher genutzt werden. Selbstverständlich mahle ich immer nur die Menge die ich brauche und nutze den Dosiere (zweckentfremdet) als “Umwälzer”. Das ist auch durchaus üblich.
Es gibt nicht schlimmeres als in einem Kaffeehaus oder Restaurant zu sitzen und zu sehen wie ein “Experte” Espresso für den gesamten Tag mahlt…
Viele Grüße,
Arne
25. November 2010 • 21:01 4 Peter schrieb
hab grad meine neue Mazzer mini manuale mit Dosierer in Betrieb genommen. Ich muss Arne beipflichten, ich hatte keine Lust auf diese Timer-Geschichten. Hab grad aus dem Dosierer alles unnötige entfernt und ihn so präpariert, dass kaum ein Krümel Kaffeemehl zurückbleibt (alles kein Aufwand vgl. http://temesblog.blogspot.com/2005/07/mazzer-mod-no3-sweep.html ). Super Sache! und außerdem mehr als ein Hunderter günstiger als z.B. eine “Mazzer mini e”… Bin begeistert!
Gruß
Peter
25. November 2010 • 21:14 5 Peter schrieb
ich möchte noch mal zum Test hinzufügen:
Punkt 1 kann ich teilweise bestätigen, war auch zuerst überrascht über das Plastik, aber hab mich jetzt schon dran gewöhnt. Dünnwandig finde ich ihn nicht, ist schon “wertiges” Plastik. Ansonsten ist die Mühle in der Materialqualität eher zu vergleichen mit einer guten alten Dampfmaschine, nur dass der Motor blos leise vor sich hin surrt…
Punkt 2 und 3 möchte ich ausschließen.
zu 2) leichte Anpassung des Dosierers genügt (siehe oben) und es bleibt kaum ein Krümel im Dosierer, der ja nun nur ein zweckentfremdeter Umwälzer ist …
zu 3) wer braucht denn atomares Kaffee-Pulver …
Ich wollte das nur nochmal ergänzen, weil ich grad so begeistert bin von der Mühle
Ist übrigens ein sehr schöner Blog, Arne, Kompliment!
29. November 2010 • 23:41 6 Arne schrieb
Hallo Peter,
Danke für die tollen Kommentare
Du hast recht. Ich habe jetzt wie du alles unnötige ausgebaut – danke für den Tipp!
Viele Grüße,
Arne
2. December 2010 • 22:51 7 Peter schrieb
Hallo Arne,
dass ich so einem Profi wie dir noch einen Tipp geben konnte …
Nach einer Woche Espresso/Cappucino mit der neuen Mazzer-Mühle muss ich nochmal sagen, wie wichtig einen gute Mühle für die Espresso-Zubereitung ist! Ich hätte mir viele mühsame Versuche und schlechte Espressi sparen können … Endlich quillt mein Crema-Espresso ölig aus dem Siebträger … und das sehr verlässlich, jedes mal …
Liebe Grüße
Peter