Bremer Kaffeeröster CrossCoffee im Test

Bremer Kaffeeröster CrossCoffee im Test Ergebnis

Die schönste Stadt der Welt: Bremen. So sagen es die meisten Hamburger zumindest. Aber Bremen hat auch ohne Ironie einiges zu bieten. Eine tolle Kaffeerösterei: CrossCoffee mit dazugehöriger Kaffeeschule – die Bremer Kaffeeschule. Hört sich schon mal ein wenig nach der Hamburger-Kaffeeschule a la Quijote Kaffee an.

Aber schmeckt das auch?

Mit Jonas von CrossCoffee traf ich mich schon vor einigen Wochen bei NoFireNoGlory in Berlin auf einen Kaffee. Der hatte für mich eine bunte Tüte mit Kaffeebohnen dabei.

Die waren unterschiedlich lange geröstet und trugen daher Label wie Kaffee und Espresso. Das ist zumindest die Theorie dahinter.

Ich habe einiges probiert. Um es kurz zu machen, probiert euch einfach durch. Es gibt guten Kaffee und guten Espresso – eine Bestellung lohnt sich auf jeden Fall. Ich fand gerade die Filterkaffees richtig gut.

Der Kiganjo aus Kenia ist sicher die richtige Wahl für alle, die schon an fruchtige Kaffees gewöhnt sich. Ich habe mich entschieden hier den Palanda vorzustellen, weil er ein super Kaffee für Weihnachten ist. Oder für Familienfeste im Allgemeinen. Natürlich ist es auch ein Geschenk, das von gutem Geschmack zeugt.

  • Preis pro kg 31,20€

CrossCoffee importiert nicht selbst, sondern arbeitet nach eigenen Aussagen mit Direktimporteuren zusammen:

“Unsere saisonal frischen Rohkaffees beziehen wir über Direktimporteure, die den Rohkaffee ausschließlich von kleinbäuerlichen Vereinigungen und vergleichbaren Kooperativen beziehen”.

Palanda Ecuador

Erstmal eine kleine Impression aus meinem Instagram Kanal, den ihr alle abonnieren solltet. Hier bereite ich den Kaffee mit dem V60 Handfilter zu. Die Mühle ist überigens die Comandante Kaffeemühle. Guter Kaffee braucht eine gute Mühle.

Aber jetzt zurück zu den Bohnen aus der “heimlichen Kaffeehauptstadt“. Ich habe mich mal wieder weitestgehend durch das Sortiment trinken dürfen. An dieser Stelle bin ich wieder sehr froh kein Whiskey-Tester zu sein. Ausspucken gibt es bei meinen Tests natürlich nicht. Ich mache auch kein professionelles Cupping und wissenschaftlichen Standards genüge ich auch nicht.

Aber was mache ich dann?

Bremer Kaffeeröster Cross Coffee TestIch sage euch, ob ich die Kaffees mag und empfehlen kann. In diesem Fall mache ich das sehr gerne, weil es sich durch die Bank weg um sehr guten Kaffee handelt. Aus dem Handfilter und der AeroPress ein Traum.

Der Palanda aus Ecuador ist ein runder und weicher Kaffee. Er ist auch für Einsteiger ein guter Kaffee. Das hört sich zunächst immer nach einem vergifteten Kompliment an, ist es aber nicht. Gerade in Berlin gibt es viele Röster, die mega Fruchtbomben rösten. Das ist auch gut so – aber nicht jeder Filtrant mag das. Dazu habe ich auch gerade in meinem Artikel über The Barn Berlin einiges geschrieben.  Aus dem CrossCoffee Sortiment geht der Kiganjo aus Kenia in dieser Richtung. Für alle, die es fruchtig mögen – toller Kaffee!

Zurück nach Ecuador.

Der Palanda schmeckt wahrscheinlich allen. Ich finde, dass ist immer eine Empfehlung wert. Die Bohnen sehen toll aus. Auffällig ist, dass recht viele Perlbohnen zu finden sind. Was Perlbohnen sind, könnt ihr in meinem Kaffeesorten Artikel nachlesen. Der Kaffee ist mit einem Röstdatum, das aufgestempelt wird, ausgestattet. Das MHD wird auf 1 Jahr beziffert. Das ist kürzer als bei den meisten Herstellern. Finde ich gut.

Ein Traum wäre noch eine zusätzliche Verzehrempfehlung. Beispielsweise bis 3 Monate nach der Röstung. Aber das ist mal wieder Meckern auf hohem Niveau.

Körper: Im V60 Handfilter hat der Kaffee einen mittleren Körper und ein sehr weiches, seidiges Mundgefühl. Keinerlei Partikelgefühl. Irgendwie angenehm. Kennt ihr diese richtig guten Schokoladenkuchen, bei denen man nicht kaut, weil es so schön ist, ihn einfach im Mund schmelzen zu lassen? So schmeck dieser Kaffee auch!

Säure: Ein Hauch Säure war auch dabei. Dieser Kaffee ist aber eindeutig auf der Schokoladen-Seite der Macht.

Abgang: Dann doch überraschend kräftig und interessant. Gerade mit dunkler Schokolade würde ich diesen Kaffee empfehlen. Aus der holt der Palanda auch die verborgene Süße heraus.

Testurteil CrossCoffee

Bremer KaffeerösterGerne hätte ich alle Kaffeebohnen von CrossCoffee genauer vorgestellt, denn alle hätten es verdient. Ich kann euch nur zum Selbsttesten in den Shop schicken. Weihnachten ist auch für Kaffee Blogger eine anstrengende Zeit.

Schon von der Verpackung lässt sich immer viel sagen. Röstdatum, Angaben über die Varietät der Kaffeepflanzen, Körper und Säure des Kaffees und seiner Herkunft sind immer ein gutes Zeichen. Hier stimmt alles. Außerdem ist das Packaging gelungen.

Weil ihr immer eine genaue Empfehlung zum Testen wollt: Bestellt am besten den Kiganjo aus Kenia und den Palanda aus Ecuador, die sind super aber auch schön unterschiedlich. Für die Zubereitung würde ich den Handfilter empfehlen.

Habt ihr schon was von CrossCoffee probiert? Was war euer Eindruck?

1 Kommentar
  • Matze
    4 Februar, 2017

    Hallo, vielen dank , klingt sehr interessant. Könnt ihr mir eine Kaffeebohne für die caffetiere empfehlen (ich habe eine mit Strom, da kein Gasherd)? Ich habe leider auch nur eine nullacht 15 elektrische Kaffemühle.

Ich freue mich über deinen Kommentar

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