Geht es um ein ansprechendes Design, sind SMEG-Geräte ganz vorn dabei. Auch in meinem Kaffeemaschinen Test 2026 sticht die italienische Marke sofort heraus: Die SMEG Kaffeemaschine DCF02 trifft mit ihrem Retro-Stil in Rot garantiert nicht nur meinen Geschmack.
Doch bei der Ausstattung und den Funktionen scheinen die Italiener oft sparsam zu sein – zumindest, wenn es um Kaffee oder Espresso geht.
SMEG DCF02
Funktioniert gut, aber Preis-Leistung lässt zu wünschen übrig
Einfache Handhabung
Gute Kaffeeergebnisse, Timer
Permanentfilter
Schickes Design
Zu teuer
Kaffeestärke-Funktion sinnlos
Wassertank-Öffnung zu klein
| SMEG DCF02 | |
| Aktueller Preis | |
|---|---|
| Alle Spezifikationen | |
Trotzdem rufen sie für ihre Modelle stolze Preise auf. Das wiederum ist nicht nach meinem Geschmack. Ist das bei der SMEG DCF02 vielleicht anders? Das finden wir im Test heraus.
Inhaltsverzeichnis
Überblick: Vorteile & Nachteile der SMEG Kaffeemaschine
Vorteile
- Timer
- 4-Tassenfunktion
- Einfache Bedienung
- Permanentfilter
- Schickes Retro-Design in vielen Farben
Nachteile
- Kleine Öffnung am Wassertank
- Kaffeestärke-Funktion sinnlos
- Preis eher hoch
Was kann die SMEG Kaffeemaschine DCF02?
Der DCF02 Kaffeemaschine seht ihr schon von Weitem an, dass sie aus dem Hause SMEG stammt: Der unverwechselbare Retro-Stil macht das Gerät nicht nur in Rot zu einem echten Hingucker. Dabei erinnert sie mich irgendwie an einen kleinen Roboter aus alten Sci-Fi-Filmen.
Klein ist sie allerdings nicht gerade. Mit einer Höhe von 43 Zentimetern passt sie nicht in jede Küche und ist eher ein Statement Piece als ein unauffälliges Küchengerät. Aber auch das passt zur Marke.
Bei der Qualität von Material und Verarbeitung bin ich mir nicht ganz sicher, was ich davon halten soll. Das Gehäuse wirkt robust und langlebig, trotzdem gibt es mehr Kunststoff als Edelstahl oder Aluminium. Im Inneren ist Kunststoff allgegenwärtig.
Das ist bei anderen Kaffeemaschinen zwar nicht anders und dämpft auch nicht meine Bewertungen. Ich finde es nur immer wieder interessant, dass eine vergleichsweise teure Maschine trotzdem kaum anders gebaut ist als ein günstiges Modell.
Wie auch bei anderen Produktlinien der Marke könnt ihr euch SMEG Filterkaffeemaschinen in zig Farben aussuchen:
SMEG DCF02pgeu: Pastellgrün
SMEG DCF02nbeu: Navy Blue
SMEG DCF02bleu: Schwarz
SMEG DCF02rdeu: Rot
SMEG DCF02sbmeu: Storm Blue Matt
SMEG DCF02sseu: Edelstahl gebürstet
Eine große Farbauswahl ist eine super Sache. Allerdings habe ich bei einigen Modellen die Erfahrung gemacht, dass Hersteller es mit dem Designfokus so weit treiben, dass die Funktionalität der Kaffeemaschine in den Hintergrund rückt.
Zumindest auf dem Papier lässt sich die DCF02 aber nicht lumpen und bietet uns sinnvolle Optionen für individuellen Kaffee:
Timer-Funktion
AromaSelector für intensivere Kaffeestärke
Display für komfortable Bedienung
4-Tassen-Option
Einstellbare Wasserhärte für Entkalkungsanzeige
Zusammen mit dem SMEG-Design-und-Image-Aufschlag kosten euch diese Features ab 150 Euro. Das ist für eine trotz allem normale Maschine mit Glaskanne schon eine ganze Menge. Wenn ich diesen Preis bezahlen soll, verlange ich mindestens exzellenten Kaffee bei schneller Zubereitung.
Technische Daten der SMEG Filterkaffeemaschine
Wenn wir die Optik in vielen Farben hinter uns lassen und noch näher an das Modell heranzoomen, präsentiert sich die SMEG-Maschine tatsächlich eher wie zig andere Günstig-Filterkaffeemaschinen:
| Technische Daten | |
|---|---|
| Leistung 1.050 Watt | Kanne Füllmenge + Material 1,25 Liter Glaskanne |
| Materialien Edelstahl, Kunststoff, Metall | Filter Dauerfilter (Papierfilter möglich) |
| Timer-Funktion Ja | Entkalkungsanzeige Ja |
| AromaSelector 2 Stufen (mild und intensiv) | Abschaltautomatik Ja (nach 40 Minuten Warmhaltezeit) |
| Tropfstopp Ja | Spülmaschinengeeignete Teile Dauerfilter, Filterhalter |
| Warmhaltefunktion 40 Minuten | Abmessungen 36 × 25 × 26 cm |
| Wassertank 1,4 Liter, nicht abnehmbar, mit Wasserstandsanzeige | Gewicht 3,4 kg |
| Wasserhärtegrad einstellbar 3 Stufen | Sonstiges LED Display, 4 Bedientasten, Rutsch-Stopp, Messlöffel |
Funktionalität & Bedienung: Schön einfach
Wie immer gilt: Wo es nicht viele Funktionen gibt, gibt es nur wenig einzustellen. Das sollte bei Filtermaschinen zwar selbstverständlich sein, aber da gehen die Meinungen vielleicht etwas auseinander.
Ich persönlich sehe eine Kaffeemaschine nur als Filtermedium mit Heizsystem, die eigentlichen Vorbereitungen für besten Geschmack treffe ich selbst. Zumindest in dieser Hinsicht enttäuscht das SMEG-Modell schonmal nicht.
Ihr benötigt keinerlei Erfahrung mit Filtermaschinen, falls es doch einmal hakt, gibt es ja noch die Bedienungsanleitung. Wenn gewünscht, könnt ihr folgende Elemente über die vier Tasten, das Display oder den seitlichen Hebel einstellen:
Timer für automatischen Beginn der Zubereitung
Wasserhärte für bessere Entkalkungsintervalle
Stopp der Zubereitung nach vier Tassen
Kaffeestärke für intensiveren oder milderen Geschmack
Kaffeemaschinen mit Timer sind sehr gefragt und eine super Sache. Anders als bei Espresso kommt es hier schließlich nicht auf jede Sekunde an. Der Kaffee kann entspannt durchlaufen, während ihr euch die Zähne putzt.
Mein einziger Einwand: Gebt ihr das Kaffeepulver schon am Vorabend in den Filterhalter, verliert es rapide an Aromastoffen.
Mit Aromaeinstellungen an Kaffeemaschinen habe ich bisher durchwachsene Erfahrungen gemacht. Diese Option reguliert den Wasserdurchfluss. Fließt es schneller bzw. wird mehr Wasser auf das Kaffeemehl gegeben, wird der Kaffee milder, andersherum wird er intensiver.
Das kann durchaus einen Unterschied machen, aber die wichtigsten Stellschrauben für die Intensität sind der Röst- und Mahlgrad der Bohnen sowie die Brew Ratio – also das Verhältnis von Kaffeemehl zur Wassermenge im Tank.
Apropos: Den Wassertank solltet ihr nicht im Halbschlaf befüllen. Er ist fest in der Maschine verbaut und hat nur eine relativ kleine Öffnung. Über die Skala am Tank könnt ihr die Brew Ratio kalkulieren.
Sehr gut gefällt mir allerdings die 4-Tassen-Option: Normalerweise brühen Filtermaschinen so lange, bis das Wasser aufgebraucht ist. Das SMEG-Modell hört auf Wunsch nach vier Tassen damit auf.
Wie das kalkuliert wird, weiß ich zwar nicht genau. Aber es ist mir auch egal, denn nicht jeder will eine ganze Kanne oder nur eine kleine Tasse Kaffee zum Frühstück trinken.
Mein einziger Einwand: Gebt ihr das Kaffeepulver schon am Vorabend in den Filterhalter, verliert es rapide an Aromastoffen.
Mit Aromaeinstellungen an Kaffeemaschinen habe ich bisher durchwachsene Erfahrungen gemacht. Diese Option reguliert den Wasserdurchfluss. Fließt es schneller bzw. wird mehr Wasser auf das Kaffeemehl gegeben, wird der Kaffee milder, andersherum wird er intensiver.
Das kann durchaus einen Unterschied machen, aber die wichtigsten Stellschrauben für die Intensität sind der Röst- und Mahlgrad der Bohnen sowie die Brew Ratio – also das Verhältnis von Kaffeemehl zur Wassermenge im Tank.
Apropos: Den Wassertank solltet ihr nicht im Halbschlaf befüllen. Er ist fest in der Maschine verbaut und hat nur eine relativ kleine Öffnung. Über die Skala am Tank könnt ihr die Brew Ratio kalkulieren.
Sehr gut gefällt mir allerdings die 4-Tassen-Option: Normalerweise brühen Filtermaschinen so lange, bis das Wasser aufgebraucht ist. Das SMEG-Modell hört auf Wunsch nach vier Tassen damit auf.
Wie das kalkuliert wird, weiß ich zwar nicht genau. Aber es ist mir auch egal, denn nicht jeder will eine ganze Kanne oder nur eine kleine Tasse Kaffee zum Frühstück trinken.
Brühvorgang & Aroma: Klare Empfehlung? Intensiv!
Wie ich schon vor dem Test befürchtet habe, tut sich die SMEG-Maschine mit ihrer Aromafunktion keinen Gefallen. Denn wenn eine von zwei Möglichkeiten eher unbrauchbar ist, ist die gesamte Funktion ein Reinfall.
In der milden Einstellung wird der Kaffee einfach zu mild, ihr müsstet mit viel zu viel Kaffeepulver in einem “falschen” Mahlgrad gegensteuern – und das kann nicht Sinn der Sache sein. Stellt daher vor der ersten Kaffeezubereitung die intensive Stufe ein und belasst es dabei.
Der mitgelieferte Messlöffel (Kaffeelot) fasst 8 Gramm Pulver – etwas mehr als der sonst übliche Durchschnitt von 7 Gramm. Bei einer gemittelten Brew Ratio von 6,5 bis 7 Gramm Kaffeepulver auf 100 ml Wasser kommen wir mit 8 Gramm also ungefähr bei einer Tassengröße von 125 ml für die SMEG-Maschine raus. Das könnt ihr beim Befüllen im Hinterkopf behalten.
Dafür braucht ihr euch meiner Meinung nach nicht unbedingt Kaffeefilter aus Papier zulegen. Der beigelegte Dauerfilter hat ein sehr schön feinmaschiges Gewebe, das die für diese Maschine richtige Menge an Feststoffen und Aromen durchlässt.
Wie bei Kaffeemaschinen mit Glaskannen normal, fällt die Temperatur relativ schnell nach der Zubereitung deutlich ab. Schon deshalb bevorzuge ich Kaffeemaschinen mit Thermoskanne. Allerdings scheint auch die Brühtemperatur selbst nicht ganz ideal, andere Geräte im Test liefern deutlich mehr Celsius ganz ohne Warmhalteplatte.
Welche Bohnen für die SMEG Kaffeemaschine?
Auch wenn der SMEG-Kandidat nach HighEnd aussieht, ist er nur Durchschnitt. Das heißt aber nicht, dass ihr ihn mit schlechten Kaffeebohnen aus dem Supermarkt oder vorgefertigtem Mehl befüllen solltet.
Wirklich jede Maschine bekommt guten Filterkaffee hin, wenn ihr sie mit frisch gemahlenen, hochwertigen Kaffeebohnen füttert. Setzt dabei allgemein auf mittlere Röstungen und achtet speziell bei der SMEG auf Bohnen mit besonders wenig Säure.
Die etwas schiefen Zubereitungsparameter und die etwas mangelhafte Temperatur machen daraus sonst schnell Essig. Gegen Bitterstoffe ist hier aber nichts einzuwenden, gegen viel Süße erst recht nicht. Wirklich seltene oder fein aromatische Röstungen sind für die SMEG-Maschine jedoch zu schade.
Reinigen & Entkalken: So unkompliziert wie erwartet
Wo weder Milch noch Kaffee durch irgendwelche Schläuche im Inneren der Maschine müssen, ist das Saubermachen denkbar unkompliziert. Deshalb gibt es zur Wartung und Reinigung der Kaffeemaschine von SMEG nur wenig zu sagen.
Dauerfilter, Filterhalter und Kanne solltet ihr nach jeder Benutzung spülen. Auch wenn die Bedienungsanleitung sagt, dass Filter und Halter in die Spülmaschine können, rate ich davon ab. Die Qualität des Kunststoffs kommt mit der schnellen Handwäsche besser klar.
Das Display der SMEG DCF02 zeigt euch an, wann ihr die Kaffeemaschine entkalken müsst. Ob ihr dafür ein Hausmittel (z. B. Zitronensäure) verwendet oder euch einen speziellen Reiniger holt, ist euch selbst überlassen.
Spezielle Reinigungsmittel sind gleichzeitig schonend und wirkungsvoll, Hausmittel-Säuren wie Zitrone oder Essig können Kunststoffteile angreifen. Geeignete Produkte könnt ihr in meinem Shop und bei vielen anderen Anbietern kaufen.

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SMEG DCF02 Kaffeemaschine im Vergleich
Die vielen Farben bei SMEG erinnern mich an die vielen Farben bei Moccamaster. Allerdings sind die beiden Geräte weder preislich noch in Sachen Qualität vergleichbar:
Die Moccamaster ist vor allem wegen ihrer Handfilter-ähnlichen Brühtechnologie und ihrem ausgezeichneten Kaffeegeschmack (m)ein ewiger Favorit. Verglichen mit der SMEG ist das Kaffeeergebnis auf einem völlig anderen Level. Dafür kostet die Moccamaster auch um einiges mehr.
Hinsichtlich Preis und Ausstattung ist die KitchenAid 5KCM1209EOB eine gute Alternative zur SMEG Kaffeemaschine. Im technischen Vergleich sehen die beiden Geräte fast identisch aus:
| SMEG DCF02 | KitchenAid 5KCM1209EOB | |
|---|---|---|
| Timer-Funktion | Ja | Ja, Doppel-Timer |
| AromaSelector | Ja, 2 Stufen | Ja, 2 Stufen |
| Warmhaltefunktion | 40 Minuten | 40 Minuten |
| Wassertank | Nicht abnehmbar | Abnehmbar |
| Abmessungen | 36 × 25 × 26 cm | 36 × 18 × 34 cm |
| Gewicht | 3,4 kg | 3,2 kg |
| Preis | Ab 150 Euro | 130 Euro |
Im praktischen Vergleichstest hat die KitchenAid für mich die Nase vorn: Der AromaSelector funktioniert besser, das Kaffeeergebnis ist runder und ausgewogener.
Wenn es euch vor allem um Vintage-Design geht, gibt es einige Optionen unter 100 Euro – etwa die Ariete Vintage Kaffeemaschine oder die Emerio Kaffeemaschine im Retro-Style.
Ich weiß jedoch, dass die meisten Retro-Geräte oft mehr Style als Substance sind. Das gilt auch bei Siebträgern oder Vollautomaten. Die Hersteller scheinen zu wissen, dass viele diese Geräte nur kaufen, weil sie in ihrer Küche toll aussehen. Das eigentliche Espresso- oder Kaffee-Ergebnis ist nicht so wichtig.
Fazit: Schön und gut, aber kein Testsieger
Ich kann den Charme der SMEG Kaffeemaschine verstehen: Der Retro-Look funktioniert einfach immer. Nüchtern betrachtet, ist das Gerät für seinen Preis einfach zu simpel. In derselben Preisklasse bekommt ihr etwa mit der Philips All in One Brew sogar eine Kaffeemaschine mit Mahlwerk.
SMEG DCF02
Funktioniert gut, aber Preis-Leistung lässt zu wünschen übrig
Einfache Handhabung
Gute Kaffeeergebnisse, Timer
Permanentfilter
Schickes Design
Zu teuer
Kaffeestärke-Funktion sinnlos
Wassertank-Öffnung zu klein
| SMEG DCF02 | |
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Die SMEG ist allerdings angenehm intuitiv in der Handhabung, der Kaffee besteht den Geschmackstest. Das können andere Hersteller aus meinem Kaffeemaschinen Test 2026 aber auch – und zwar für weniger Geld. Melitta ist da immer eine gute Anlaufstelle, etwa mit der Melitta Look V Timer.
Was denkt ihr über die SMEG Kaffeemaschine: preiswerter Blickfang oder völlig überteuert für eine Filtermaschine? Ich freue mich über eure Kommentare!




