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19grams Sonora Typica Espresso-Test: Völlerei am Dessertbuffet

Ich bin Arne Preuß und kämpfe für mehr hochwertigen Kaffee.

Obwohl ich gerade im Arschlochjahr 2020 in einer Tour Kaffeebohnen kaufe, sie in diversen Tests verbrate und für meinen privaten Koffeinhaushalt einsetze, liegt mein letzter offizieller Espresso Test fast ein Jahr zurück. Shocking, ist es nicht?

Obwohl ich gerade im Arschlochjahr 2020 in einer Tour Kaffeebohnen kaufe, sie in diversen Tests verbrate und für meinen privaten Koffeinhaushalt einsetze, liegt mein letzter offizieller Espresso Test fast ein Jahr zurück. Shocking, ist es nicht?

Deswegen sind 19grams aus Berlin genau zur richtigen Zeit auf die Idee gekommen, mich nach meiner Meinung zu ihrem Sonora Typica Epresso zu fragen.

Dieser Single Origin hat mich ein paar Tage beschäftigt. Und ich bin mir sicher, dass er auch bei euch Eindruck hinterlassen wird. Allerdings ist die Frage, auf welche Weise.

Denn der Typica malt mit kräftigen Farben, die für manche spannend, für andere vielleicht zu grell sind. Eines steht jedoch fest: Hätte Kaffee genauso viele Kalorien wie die Dinge, nach denen er riechen und schmecken kann, würdet ihr nach einer Tasse Sonora Typica nicht mehr in eure Hose passen.

Dieser Espresso ist wie ein Kopfsprung in ein üppiges Dessertbuffet. Und zur Abwechslung stimmt auch mal, was euch die Packung verspricht. Der Nachteil?  Mit so viel Fülle muss man umgehen können. Auch im Geldbeutel.

19grams Sonora Typica Espresso im Überblick

Espressotest 19grams Sonora Closup Front
EintragWert
Röster19 grams, Berlin
NameCosta Rica Espresso Hacienda Sonora Typica
RöstprofilEspresso
Bohne100 % Arabica
HerkunftslandCosta Rica
HerkunftsortGrecia
HandelswegDirekthandel
VarietätTypica
AufbereitungHoney Processing
ZubereitungsempfehlungHerdkanne, Siebträgermaschine, Vollautomat
RöstdatumJa
Füllmenge in g250
Preis pro kg in Euro (im Verhältnis zur Füllmenge)55,60

Wir sind es gewohnt, auf einer Kaffeepackung die Worte „Arabica“ oder „Robusta“ zu lesen. Der 19grams-Espresso sagt dazu nichts. Das liegt daran, dass die Varietät Typica ein etwas anderes Kaliber ist als jede andere Arabica-Variante.

Die Mutter aller Mutationen & Hybriden: Varietät Typica

Typica ist sowas wie die Mutter aller Mutationen und Hybriden, die bisher aus der Arabica-Pflanze hervorgegangen sind. Genetisch gesehen ist Typica sozusagen der Homo erectus unter den Kaffeebohnen. Der Ursprung liegt in Äthiopien, doch Typica ist heute auf der ganzen Welt verbreitet.

Wenn wir wie hier also einen reinen Typica vor uns haben, dann gehen wir geschmacklich zurück zum ursprünglichen Kaffeegenuss. Das heißt einerseits, dass diese Varietät weniger facettenreich als heutige Züchtungen ist. Sie hat schlicht weniger Genmaterial. Andererseits dürfen wir uns jedoch auf unverfälschten, puren Geschmack freuen. Was auch immer das heißt.

Generell bieten Typica-Pflanzen eine hervorragende Tassenqualität aber nur wenig Ertrag. Und genau deswegen kostet der 19grams Sonora Typica, was er kostet. Gut, die Berliner Röster sind sowieso im oberen Preissegment angesiedelt, auch wenn sie immer noch unter The Barn oder Fjord liegen.

Transparenter Direct Trade mit gutem Gewissen

Für einen sortenreinen Single Origin Typica von einer genau benennbaren Farm in Costa Rica ist dieser Preis dennoch angemessen. Zumal es sich um Kaffeebohnen aus transparentem Direct Trade handelt. Noch fokussierter und klarer nachverfolgbar wäre eigentlich nur ein Microlot, den ihr mit euren eigenen Händen geerntet habt.

Espressotest 19grams Sonora Closup Back

Als Röster mit wachsendem internationalem Profil macht 19grams auch bei weiteren wichtigen Transparenzkriterien fast alles richtig:

Das Röstdatum ist gut lesbar und aktuell, die Packung besteht aus recyceltem Plastik und es gibt klare Anweisungen, dass ihr den Kaffee innerhalb von 9 Monaten nach Röstung aufgebraucht haben solltet. Wenn ihr wolltet, könntet ihr außerdem den Röstmeistern am Hackeschen Markt in Berlin direkt in die Trommel gucken und dumme Fragen stellen.

Eine wäre vielleicht: Lässt sich eure recycelte Plastikverpackung denn wieder recyceln? Und warum muss es überhaupt Plastik sein?

Von Aprikosen, Macadamia & Schokoladenmousse

Ansonsten setzt 19grams auf ein klares Branding, das die jeweiligen Tasting-Notizen visualisiert. Beim Sonora Typica dreht sich also geschmacklich alles um Aprikosen. Behaupten sie zumindest. Außerdem soll es Chocolate Mousse und Macadamia in der Tasse geben. Schauen wir mal.

Ich habe den Sonora als klassischen Double-Shot Espresso mit rund 19 Gramm (!) Kaffeepulver für 40 Milliliter Wasser im Siebträger zubereitet. Herdkanne oder Kaffeevollautomat gehen auch. Ob das Sinn ergibt, sehen wir gleich.

Bohnenbild: Beruhigend gleichmäßig

Espressotest 19grams Sonora Bohnenbild

Der Anblick der Kaffeebohnen ist so beruhigend wie der Blick auf eine Lavalampe: Der Sonora Typica überzeugt mit gleichmäßigen Braunschattierungen, die sich zwar von Bohne zu Bohne etwas unterscheiden, in sich aber harmonisch sind.

Ein paar Ausreißer und Bruchkandidaten sind vorhanden, aber bei einem Naturprodukt wie Kaffee bin ich nicht ultrastreng. Auf jeden Fall seht ihr dem Kaffee seine Qualität, die Frische und die Sorgfalt beim Rösten an.

Geruch: Achtung, Suchtpotential!

Wenn ich zehn Minuten lang zum Vergnügen mit der Nase in einer Kaffeepackung hänge, ist eigentlich alles gesagt. Wenn ich selbst am nächsten Tag und beim Schreiben dieser Zeilen nicht genug vom Sniffen bekomme, auch.

Ich habe zwar keine Ahnung, ob man das Moussige an einer Chocolate Mousse wirklich riechen kann, aber dem 19grams Röstmeister ist genau das gelungen. Irgendwo zwischen Kakao und Sahne duftet dieser Espresso nach einer ganzen Armada an Desserts, die außerdem mit reichlich Nüssen versehen ist.

Ob es sich dabei um Macadamia handelt, könnten wir diskutieren. Aber es ist auch völlig wurscht. Die Aprikose kommt zumindest in der Nase nicht ganz raus, auch wenn es mit einem Hauch von Amaretto auf jeden Fall in diese Richtung geht.

Dieser köstliche Wucht-Duft macht von Anfang an klar, dass wir es hier mit einem durchaus kräftigeren Espresso zu tun bekommen, der zartblumigen Third Wave-Kaffees beherzt den Finger zeigt.

Geschmack & Säure: Volle Schokokraft voraus

19 grams Sonora Typica Arne trinkt Espresso

Wenn es diesem Espresso an einer Sache nicht mangelt, dann ist es Selbstbewusstsein. Konzentrierte Schokokraft kreuzt die Klingen mit spielfreudiger Säure und schafft es dennoch, immer auf der gelungenen Seite der Geschmacksskala zu bleiben.

Aber machen wir uns nichts vor: Das muss man mögen und wollen. Einsteiger oder Freunde der zarten Blume werden diesen Kaffee wahrscheinlich erst einmal wegstellen. Zumindest als Espresso.

Ich habe zum Spaß daraus nochmal einen Americano gemacht und fand das Gleichgewicht aller Geschmacksnoten dann ausgesprochen angenehm und trinkfreudig. Gerade die Dessertnoten des Duftes kommen so perfekt raus.

Aber einen Single Origin zum Americano „panschen“? Ich weiß ja nicht …

Inzwischen bin ich ganz gut darin, die Tasting-Notizen und Produktbeschreibungen verschiedener Röster zu entschlüsseln. Und ich glaube, dass sich 19grams bewusst ist, dass der Sonora Typica als nackter Espresso für manche eine „heikle“ Angelegenheit ist.

Denn auf der Website steht: „Wunderbar in deinem Cappuccino oder Flat White – oder pur als Espresso.“

Kommt bei einer Espressoröstung die Zubereitungsempfehlung „Espresso“ erst nach einem Gedankenstrich und hinter Milchgetränken, will euch der Röster damit „warnen“.

Ich habe diese „Warnung“ auch zum Anlass genommen, und meinen Typica-Shot mit etwas pflanzlicher Milch aus Mandel gestreckt. In dieser Mischung treten die vorlauteren Geschmacksspitzen in den Hintergrund, die hervorragende Grundsüße aus der Honey Processing-Aufbereitung kommt besser zum Tragen.

Wenn ich so darüber nachdenke, scheint mir die Zubereitung im Kaffeevollautomaten hier eine besonders gute Idee, weil die Kompromissmaschinen etwas vom „schwierigeren“ Teil des Aromenprofils abrasieren. Das Beispiel Americano zeigt, was ich meine.

Auch wenn das natürlich eine gute Alternative ist, sträubt sich alles in mir, 50-Euro-Bohnen in einen Automaten zu kippen.

Körper & Mundgefühl: Attention please!

Es ist faktisch unmöglich, den Sonora Typica als Espresso zu trinken und dabei seelenruhig durch euren Insta-Feed zu scrollen. Dieser Kaffee will eure ganze Aufmerksamkeit. Und er holt sie sich.

Das ist beim eben genannten Geschmacksprofil kein Wunder, wird aber noch durch das samtig-präsente Mundgefühl unterstrichen. Es gibt viel zu kauen und hin und her zu schieben. Die Zunge hat ein angenehmes Workout mit leichter Frucht und Säure, während sich Gaumen und Schleimhäute mit dem Schokosamt unterhalten.

Abgang & Nachhall: Längeres Vergnügen

Konsequenterweise bleibt euch der Typica auch nach dem letzten Schluck eine Weile erhalten. Besonders viel Spaß macht es, den süßen Früchten beim langsamen Abschwächen nachzuspüren. Die schokoladigen Akzente haben ebenfalls die Tendenz zum Davonschleichen.

Fazit: Für wen ist der Sonora Typica geeignet?

Espressotest 19grams Sonora Title

Challenge accepted? Auf jeden Fall! Der 19grams Sonora Typica Epresso ist ein hervorragender Single Origin für alle, die es kräftiger mögen und mal „was anderes“ als immer nur irgendeine Arabica-Unterart vom oberen Teil des Kaffee-Stammbaums kosten wollen.

Allein der Duft ist eine Klasse für sich, die es sich zu erkunden lohnt. Ob ihr euch dann an den konzentrierten Espresso oder doch lieber „nur“ an Americano und Flat White wagt, ist euch überlassen. Hauptsache ist, ihr lasst euch auf diesen Kaffee ein. Es lohnt sich.

Habt ihr Fragen oder eigene Erfahrungen? Hinterlasst mir einen Kommentar!

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