Happy Coffee Espresso im Test

Happy Coffee Espresso im Test Ergebnis
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Christian von Happy Coffee hat mir einen schönen Karton mit Kaffee und Espresso geschickt. In diesem Test stelle ich den Espresso Happy Coffee vor.

Nun wollen wir mal schauen, ob ich nach diesem Espresso wirklich glücklicher bin als zuvor. Ich habe den Espresso einmal mit meiner Mazzer Mini gemahlen und dann in meiner La Pavoni Professional zubereitet.

Ich habe ihn aber auch im Kaffeevollautomaten getestet. Dafür sei er auch eher gut geeignet, so die Betreiber von Happy Coffee. Als Vollautomat diente der Melitta Caffeo CI, dessen Test ich auch schon im Blog vorgestellt habe.

KategorieEintrag
Anbieterhappycoffee.org
NameHAPPY COFFEE Bio Espresso
HerkunftChiapas in Mexiko
Bohne100% Arabica
RöstungTrommelröstung
ZertifikatBio ✓
Gebietsrein
Preis 1 kg19,90€
Preis 500g11,40€
Versand4,90€ ab 60€ frei

Happy Coffee Espresso Zubereitung

Zunächst zum Siebträger. Der glückliche Kaffee aus Mexiko ist bio-zertifiziert und eine 100% Arabica Bohne. Das ist mal was anderes in der Kaffeemühle, in letzter Zeit habe ich recht viele Espressos süditalienischer Art getrunken, die haben einen Robusta-Anteil.

Happy Coffee Kaffee Espresso Test

Eine “La Pavoni Professional” hat nicht gerade den Ruf, einfach bedienbar zu sein. Zumindest lese ich immer wieder Berichte, nach denen es vielen Nutzern nicht gelingt, beständig gute Ergebnisse zu erzielen. Bei mir läuft der Espresso meistens recht gut.

In diesem Fall seht ihr den Shot vom ersten Versuch. Obwohl die Bohnen eine hohe Rösttiefe haben und ölig waren, läuft der shot bei meinen “Standard-Neuer-Espresso-Einstellungen” gut durch. Bei so öligen Bohnen kann es auch gut vorkommen, dass ich den Mahlgrad gröber einstellen muss. Weil sich diese Bohnen im Puck ein wenig mehr verdichten.

Der Happy Coffee Espresso bekommt von mir auf jeden Fall das Prädikat pflegeleicht

Mir macht es auch Spaß an den Einstellungen für einen Espresso arbeiten zu müssen, es ist aber auch eine schöne Abwechslung, wenn dieser auf Anhieb gelingt.

Happy Coffee Kaffee Espresso Test III

Hier könnt ihr noch mal sehen, dass den Bohnen bei der Röstung richtig einer rüber gebügelt wurde. Das Bohnenbild ist sehr schön. Kein Bruch und keine hässlichen Kaffeebohnen zu finden.

Der Espresso hat eine wirklich schöne Crema. Fein, geschlossen und dunkel. So viel zu den oberflächlichen Werten.

Happy Coffee Espresso frische

Weil der Espresso so gut und schnell mit der Pavoni  gelungen ist, kann es sich nur um einen frisch gerösteten Espresso handeln.

Die Pavoni  hat sozusagen einen eingebauten Sensor und verweigert bei alten Bohnen sofort die Arbeit.

Es gibt auch ein Röstdatum, der 9. Dezember 2015. Als ich den Espresso bekommen habe lag die Röstung also schon fast 8 Wochen zurück. Ich empfehle, genau wie auch Happy Coffee, Espresso innerhalb von drei Monaten nach der Röstung zu verbrauchen. Der Kunde hat jetzt also noch 4 Wochen Zeit. Für mich kein Problem, weil ich bestellten Espresso eigentlich innerhalb von 2 Wochen nach der Verzehrbereitschaft verbrauche.

Espressos sollte nach der Röstung eine Weile liegen. Einen so stark gerösteten Espresso könnt ihr gerne 3 Wochen geben.

Deswegen wäre ein Versand drei Wochen nach der Röstung ideal.

Happy Coffee Espresso Geschmack

Wir wissen jetzt also wie und wann der Espresso geröstet wurde. Wir wissen auch, dass er relativ einfach zuzubereiten ist. Aber schmeckt er auch?

Der Espresso hat einen vollen und guten Körper. Es gibt relativ wenig Bewegung im Mund, also fast keine Säure. Keine floralen Nuancen. Der Espresso ist nussig.

Habt ihr schon mal selbst frische Walnüsse gesammelt?  

Die haben über ihrem Kern noch eine kleine Haut, die ist ein wenig bitter (im positiven Sinne), wenn sie mit der Nuss gegessen wird. Daran erinnert mich dieser Espresso. Er ist recht rauchig, was sicherlich der beherzten Röstung zu verdanken ist. Ich finde auch eine leichte Süße.

Der Abgang ist recht hart und rauchig. Aber nicht unangenehm.

Happy Coffee Espresso Fazit aus dem Siebträger

Es handelt sich um einen Espresso, der es auch gut schafft, sich gegen Milch durchzusetzen. Er ist pflegeleicht und er kann gerne Gästen angeboten werden. Das schöne an Espressos mit so wenig Säure ist, dass die meisten ihn mögen werden. Ich kenne viele Espresso-Trinker, die sich mit fruchtigen Espresso schwer tun.

Dieser Espresso ist klassisch, nussig und pur genauso wie mit Milch lecker.

Auch bei uns im Büro ist dieser Espresso gut angekommen. Ich hätte mir aus dem Siebträger ein wenig mehr Säure gewünscht. Das ist im Vollautomat übrigens anders.

Happy Coffee Espresso aus dem Kaffeevollautomat

Gerade habe ich, wie so oft, einige Kaffeevollautomaten bei mir stehen.

Den Happy Coffee Espresso habe ich im Melitta Caffeo CI getestet. Das ist ein Vollautomat im 600€ Bereich.

Den Mahlgrad habe ich auf maximal fein und die Kaffeepulvermenge auf so hoch wie möglich gestellt. Die Menge des Espressos muss wie bei fast allen Kaffeevollautomaten auch beim Caffeo korrigiert werden. Ab Werk war er auf 40ml eingestellt, ich habe ihn so kalibriert, dass ein Espresso mit 25ml bezogen wurde.

Und schon kommt der Happy Coffee Espresso aus dem Vollautomaten.

Happy Coffee Kaffee Espresso Test Vollautomat

Es gibt viele Leute, die so ölige Kaffeebohnen nicht gerne in den Vollautomaten stecken, aus Angst, dieser könnte blockieren. Das ist mir bisher noch nicht passiert. Aber ihr könnt auch die Happy Coffee Kaffee Röstung testen, die ist weniger ölig, könnte aber auch gut als Espresso durchgehen.

Happy Coffee Kaffee Espresso Test Vollautomat I

Der Espresso ist ein wenig heller als aus der Pavoni, wie bei Kaffeevollautomaten üblich. Es kommt zu einer leichten unterextraktion, was bei fruchtigen Kaffees zu Übersäuerung führen kann. Dieser Espresso ähnelt dem oben beschriebenen, er ist nussig und leicht rauchig. Insgesamt ein wenig leichter, gerade im Abgang.

Für den Vollautomaten ist der Happy Coffee Espresso auf jeden Fall wunderbar geeignet.

Ich würde einfach empfehlen, Kaffee und Espresso zu testen um den Favoriten herauszufinden. Den Kaffee von Happy Coffee werde ich auch bald noch auf Coffeeness vorstellen. Danke noch mal für die Probe an Christian von Happy Coffee und beste Grüße nach Hamburg aus Berlin.

3 Kommentare
  • Patricio
    21 May, 2016

    Schöner Artikel! Gelungene Gegenüberstellungen und auch die Empfehlung und verschiedene Zubereitungsarten sind gelungen.
    Besonders gefällt mir die Verkosten und Beschreibung von Geschmack, Aroma etc. Bitte mehr davon!

    Patricio

    P.S.
    Der Plural von Espresso lautet Espressi

  • Oliver
    4 June, 2016

    Schöne ausführliche Beschreibung für alle Arten der Espressozubereitung. Sehr gut. Da ich gerne guten Espresso trinke und auch mal ein paar Jahre in Mexico gelebt habe ( und mich damit noch immer mit Land und Leuten etwas verbunden fühle) und mich darüberhinaus auch noch über den attraktiven Preis freute wollte ich sofort zuschlagen. Allerdings musste ich enttäuscht feststellen dass es den Kaffee nur für 16,90 € das halbe Kilo, also 33,80 € das Kilo gibt, was enorm von den hier gelisteten 19,90 € abweicht.

    Oliver

    P.S.: Noch ein kleiner Kommentar zur linguistischen Anmerkung von Patricio: es gibt kein Land der Welt dass seine eigene Sprache und Grammatik derart vergewaltigt und ausländische Pluralformen für ins Deutsche übernommene Nomen verwendet. Deswegen finde ich die Verwendung von Espressos oder Pizzas nicht verkehrt

  • Arne
    5 June, 2016

    Halle Oliver, danke für deinen Kommentar und die Unterstützung. Ich habe mich für Coffeeness tatsächlich bewusst gegen “Espressi” und “Baristi” entschieden. Ich war leider nur ein paar Wochen in Oaxaca – es war ein Traum. Die Preis unterscheiden sich vom Shop des Händlers und auf Amazon glaube ich. 33,80 € ist für diesen Espresso zu viel! Viele Grüße, Arne

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