Kaffeevollautomat mit Bezahlsystem: Alternativen zum MĂŒnzeinwurf

Kaffeevollautomat mit Bezahlsystem

Moin! Ich bin Arne, Ex-Barista und Kaffee-Nerd bei Coffeeness. Seit Jahren teste ich mit meinem Team Vollautomaten, SiebtrĂ€germaschinen und Bohnen – ehrlich, unabhĂ€ngig und mit viel Leidenschaft. Unser Ziel: euch beim perfekten Kaffee zu helfen. Und wer mag, findet im Coffeeness-Shop auch unsere eigenen Bohnen und hochwertiges Zubehör.

Transparent erklÀrt: Wie wir testen

Kaffee geht ins Geld. Vor allem, wenn ihr nicht nur ein paar Tassen pro Tag aus einem brauchbaren Kaffeevollautomaten fĂŒrs BĂŒro ziehen wollt. Sobald wir ĂŒber Firmen, Bereiche mit Durchgangsverkehr oder Automaten in Wartebereichen oder Kantinen reden, reden wir ĂŒber Bezahlsysteme.

Es gibt genug GrĂŒnde, die Kosten fĂŒr die KaffeespezialitĂ€ten-Versorgung inklusive Service auf Kunden, Besucher oder Mitarbeiter umzulegen. In diesem B2B-Ratgeber beschĂ€ftigen uns diese GrĂŒnde genauso wie die Möglichkeiten, einen Kaffeevollautomat mit Bezahlsystem nachzurĂŒsten.

Ob Kaffeemaschine oder Kaffeevollautomat mit MĂŒnzeinwurf, kontaktlose Zahlung mit RFID (Radio-Frequency Identification) und NFC (Near Field Communication) oder Guthabenkarte: Wir finden heraus, welches Zahlungssystem welche Vorteile oder Nachteile hat.

Da es hier um Kaffeevollautomaten fĂŒr Gewerbe und Firmen geht, reden wir nur bedingt ĂŒber Modelle aus meinem Kaffeevollautomaten Test 2026. Wir reden eher ĂŒber Maschinen, die ihr auch ĂŒber ein individuelles Angebot meines B2B-Kooperationspartners tradingtwins beziehen könnt.

Der TÜV-geprĂŒfte Anbieter vergleicht Kaffee-Lösungen fĂŒr die gewerbliche Nutzung und liefert unverbindliche Angebote zu Miete und Leasing von Automaten fĂŒr Gastro, HĂ€ndler und die Belegschaft. Ob mit oder ohne Bezahlsystem.

Das Formular fĂŒr die Angebote könnt ihr direkt ausfĂŒllen. NatĂŒrlich gibt es viele Anbieter fĂŒr diesen Vergleich, aber ich mag den Service bei tradingtwins.

Geldeinwurf bis App: Wo lohnt sich ein Kaffeevollautomat mit Bezahlsystem?

Kaffeevollautomaten mit Bezahlsystem an (halb-) öffentlichen Orten fallen unter das „(Public) Vending“. Dies ist etwas anderes, als wenn ihr etwa einen Kaffeevollautomaten fĂŒr die Tankstelle kauft und die Tassen pro Tag pauschal abrechnet oder als Bewirtungsaufwand und Ă€hnliches verbucht.

FĂŒr das Public Vending kommen nur B2B-Modelle infrage, die sich mit Kassenterminal, MĂŒnzprĂŒfer und Co ausstatten lassen. Die direkte Bezahlmöglichkeit fĂŒr jede Tasse oder KannenbefĂŒllung zielt auf sechs grundsĂ€tzliche Faktoren ab:

  1.  Kaffeeautomaten werden ohne „Aufsicht“ von Kunden, Mitarbeitern etc. selbst bedient.

  2. Kaffee wird pro Bezug nach einer bestimmten Kalkulation bezahlt (mit Gewinnmarge oder Deckungsbeitrag).

  3. Transaktion verlĂ€uft automatisch und/ oder löst die Zubereitung ĂŒberhaupt erst aus.

  4. KaffeespezialitÀten sind standardisiert und kommen immer nach demselben Kaffee-Wasser-Milch-VerhÀltnis in die Tasse.

  5. Bezahlmöglichkeit bzw. der Bezahlvorgang soll so einfach/ zeitgemĂ€ĂŸ sein, dass er von einer möglichst großen Anzahl an Personen genutzt wird.

  6. Kaffee ist kein Incentive, sondern soll Einnahmen bringen bzw. nicht die Bilanz belasten.

Damit wird deutlich, warum ein Kaffeevollautomat mit MĂŒnzeinwurf oder anderem Zahlungssystem nicht als Kaffeevollautomat fĂŒrs BĂŒro oder ein LadengeschĂ€ft funktioniert. Der Kaffee ist ein transaktionales Produkt, es geht nicht um WohlfĂŒhleffekte oder Motivation.

Ab einer gewissen UnternehmensgrĂ¶ĂŸe und zunehmender Personenanzahl aus unterschiedlichen Bereichen ist aber Entpersonalisierung und Standardisierung wichtig. Ihr haltet die Kosten fĂŒr Kaffeemaschinen und Co in Zaum und stellt sicher, dass der DĂŒmmste Anzunehmende User nichts verstellt oder kaputt macht.

Er muss nur einen Knopf oder ein Touch-Display drĂŒcken und den Anweisungen am Kaffeeautomaten folgen. Je mehr Personen bzw. Kunden den Automaten benutzen, desto grĂ¶ĂŸer wird das DAU-Risiko.

Nicht zuletzt gibt es Personengruppen bzw. Bereiche, bei denen allein die Existenz eines Kaffeevollautomat mit Geldeinwurf oder Bezahlsystem als Image-Faktor ausreicht. Dazu gehören etwa:

  • Hostels: Kostenloser Kaffee sprengt die gĂŒnstige Kalkulation als wichtigsten Anreiz zur Übernachtung. Aber dass es ĂŒberhaupt Kaffee gibt, ist wichtig.

  • (Öffentliche) Wartebereiche: Warten ist die beste leere Zeit, die man mit Angeboten fĂŒllen kann!

  • Großkantinen und Aufenthaltsbereiche in großen Unternehmen: FĂŒrs einzelne BĂŒro oder die Abteilung können wiederum „normale“ Kaffeevollautomaten angeschafft werden.

  • Einkaufszentren oder Ă€hnliche „Sammelgewerbe“: Kein einzelnes Unternehmen ist fĂŒr die Imagebildung und Zielgruppenansprache zustĂ€ndig.

  • Bereiche mit viel Durchgangsverkehr: Hier lassen sich vor allem hohe Einnahmen erzielen!

Public Vending ist also ein Ansatz, um mit Kaffeemaschinen bzw. KaffeespezialitĂ€ten Geld zu machen und trotzdem ein subtiler Beweis, dass ihr die BedĂŒrfnisse von Kunden oder Mitarbeitern ernst nehmt.

Wir reden schließlich nicht vom ollen Kaffeeautomat, der braune BrĂŒhe spuckt. Wir reden von Kaffeevollautomaten mit Mahlwerk, die sich mit der Zubereitung von Espresso, Cappuccino oder Latte aus frischen (!) Bohnen MĂŒhe geben.

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Andersherum heißt Public Vending : Wenn nur drei, vier oder sieben Leute in einem BĂŒro hocken und ihr die Tassen Kaffee pro Tag mit einfacher Mathematik ausrechnen könnt, braucht ihr nicht weiterlesen.

Wenn ihr diesen Unterschied verstanden habt, wartet die nÀchste Frage: Mit welchem Bezahlsystem seid ihr am besten beraten? Hier geht es nicht nur um Technik, Aufwand oder Preisunterschiede. Es geht um die (hÀufigsten) Verwender und ihre Einstellungen zu bestimmten Bezahlmöglichkeiten.

Karten, Bargeld oder Bezahlen mit App: Zahlungssysteme fĂŒr Kaffeevollautomaten im Überblick

Nieder mit MĂŒnzen und Wechselgeld, her mit der digitalen Technologie? Ja, nein, vielleicht. Auch wenn unser Handy inzwischen jede Alltagsaufgabe ĂŒbernimmt, ist das Konzept MĂŒnzeinwurf als Zahlungssystem nicht zwingend veraltet.

Diverser NutzerkreisAlle AltersgruppenAlle StandorteVerwaltungs- aufwandAufwand Auswertung Kosten/Umsatz
MĂŒnzeinwurf✓✓✓â–șâ–Č
Geldscheinleser✓✓✓â–șâ–Č
TokenXXXâ–Čâ–ș
Kartenzahlung✓X✓▌â–ș
GuthabenkarteXXXâ–Čâ–ș
Bezahlen mit App✓X✓▌▌

Kaffeevollautomaten fĂŒr MĂŒnzeinwurf, Jetons oder Tokens

NatĂŒrlich lacht sich das 21. Jahrhundert schlapp, wenn wir nach MĂŒnzen kramen mĂŒssen, um einen Kaffee aus dem Automaten zu ziehen. Vor allem, wenn wir nicht vom Euro-Kaffee sprechen, sondern preisintensive GetrĂ€nke meinen.

Gerade in Deutschland ist ein Vollautomat mit MĂŒnzgeld jedoch nicht passĂ© – auch wenn die Pandemie unsere Einstellung zum kontaktlosen Bezahlprozess verĂ€ndert hat. Die Vorteile:

  1. Nutzer braucht kein EndgerÀt oder muss Daten eingeben (Datenschutz)

  2. Zahlvorgang und Zubereitung funktionieren schnell und unmissverstÀndlich.

  3. Kaffeevollautomat braucht keine digitale Anbindung.

Auf der anderen Seite werden die Nachteile der Bezahlung per Geldeinwurf immer offensichtlicher:

  1. Nutzer braucht Kleingeld.

  2. Automat muss Wechselgeld geben. 

  3. MĂŒnzwechsler, MĂŒnzprĂŒfer und GeldbehĂ€lter sind groß, der Vollautomat wird zum ausladenden Industrie-Kaffeeautomat.

  4. RegelmĂ€ĂŸige Leerung des Geldes erforderlich.

  5. MĂŒnzen mĂŒssen zur Bank gebracht werden.

Selbst, wenn ihr einen Banknotenleser installiert und die Zahlmöglichkeit um eine weitere Methode erweitert, bleiben die grundsĂ€tzlichen Faktoren gleich. Und selbst wenn ihr das Problem mit dem Kleingeld ĂŒber Wertmarken wie Jetons oder Tokens löst, Ă€ndert das nichts.

Schließlich mĂŒssen Jetons oder Tokens berechnet und verbucht werden, es braucht eine Verwaltung, einen PersonenschlĂŒssel fĂŒr die Ausgabe und jemanden, der den Kaffeeautomaten regelmĂ€ĂŸig leert.

Schon deshalb sollte der MĂŒnzeinwurf um digitale Möglichkeiten erweitert werden. Das gilt auch, wenn ihr Kaffeeautomaten in Bereichen installiert, in denen die NutzungsintensitĂ€t wartungsfreundlich ĂŒberschaubar bleibt und die Kundschaft wirklich konservativ ist.

Kaffeevollautomaten fĂŒr Kartenzahlung & Guthabenkarte

FĂŒr die meisten Deutschen ist das Zahlen per Bankkarte synonym fĂŒr „kontaktloses Zahlen“ – auch dank Corona. Daraus ergibt sich, dass ein KartenlesegerĂ€t am Kaffeevollautomaten ohne NFC-Technik eigentlich keinen Sinn mehr ergibt.

Die Near Field Communication (Karte dranhalten, Betrag wird abgebucht) gibt es nicht nur fĂŒr die EC-Karte, sondern auch als spezielles Guthabensystem. Dabei wird eine Chipkarte ĂŒber ein extra Terminal mit Geld aufgeladen, das dann fĂŒr GetrĂ€nke am Automaten verwendet wird.

Weil diese Chipkarten nichts anderes als Jetons oder ein Token in Kartenform sind, halte ich auch dies fĂŒr einen vermeidbaren Doppelschritt. Auf der anderen Seite mĂŒsst ihr mit der Wertkarten-Zahlung nicht bei jedem Espresso die wertvolle (und Datenklau-gefĂ€hrdete) EC-Karte zĂŒcken.

Kaffeevollautomaten fĂŒr Mobile Payment – Bezahlen mit App

Bargeldloses, kontaktloses Bezahlen ĂŒber mobile EndgerĂ€te, Smartphone und App gelten als sexy Technologie fĂŒr Kaffeevollautomaten mit Bezahlsystem. 

Hier braucht ihr ein Benutzerkonto, einen Zahldienstleister wie Google Pay oder Apple Pay und einen QR-Code, der bei jedem Tassenbezug gescannt werden muss. Ist euer Smartphone so weit, klappt auch die Bezahlung ĂŒber NFC-Sticker.

Mobiles Bezahlen mit dem Handy

Codes statt Geld und Karten sind fĂŒr junge Mitarbeiter mit digitaler Sozialisierung normal und selbstverstĂ€ndlich. Hat euer Unternehmen jedoch einen höheren Altersdurchschnitt, sehe ich Probleme.

Ihr mĂŒsst nicht nur die richtige Technik von einem Anbieter verwenden, auf den sich möglichst viele Mitarbeiter einigen können. Ihr mĂŒsst auch darauf bauen, dass Mitarbeiter bereit sind, die App zu verwenden.

Mobile Payment hat noch so viele „Gegner“, dass die dazugehörigen Kaffeevollautomaten bisher nur in sehr jungen Firmen oder Bereichen funktionieren. Siehe Hostel oder SB-Gastronomie.

Leasen, Mieten, kaufen: Wie soll ich die Bezahlsysteme fĂŒr Kaffeevollautomaten bezahlen?

Installation, Einstellungen, Zusatzfunktionen, Wartung 
 bei jeder Lösung fĂŒr die Zahlung am Kaffeevollautomaten könnt ihr vieles „falsch“ machen, das Stress bereitet und Umsatz kostet. Schon deswegen wĂŒrde ich fĂŒr Kaffeeautomaten in Gewerbe und Betrieb immer auf die Miete, manchmal aufs Leasing und selten bis nie auf den Kauf setzen.

Arne ist gluecklich mit seinem Latte Macchiato

Der Hype um mobiles Bezahlen mit App zeigt, wie schnell die Technik voranschreitet. Ein Kaffeeautomat, der heute noch neu ist, wirkt morgen vorsintflutlich wie ein MĂŒnzeinwurf.

Mit der Miete von Kaffeevollautomaten zahlt ihr mehr Geld, habt aber stets die neueste Automaten-Technik mit ĂŒberschaubarer Laufzeit. Wenn ihr etwa auf NFC und eine digitalisierte Kaffeeversorgung aufrĂŒsten wollt, wechselt ihr einfach das Abo-Modell. Mehr darĂŒber erzĂ€hle ich im B2B-Ratgeber zum Kaffeevollautomaten mieten.

Leasing und Kaffeemaschinen passen aus diversen GrĂŒnden nicht zusammen, was jedoch nicht heißt, dass dieses Beschaffungsmodell komplett flachfĂ€llt. Ihr solltet nur alle Aspekte aus meinem Ratgeber zum Kaffeevollautomaten leasen kennen.

Wenn ihr schon dabei seid, werft gern noch einen Blick in meinen Ratgeber zu Gastro-Vollautomaten und zu Hotel-Kaffeevollautomaten. Gibt es da einen Unterschied? Ja, gibt es.

Wenn ihr kleiner stapeln wollt und einen Kaffeevollautomaten fĂŒrs BĂŒro kaufen möchtet, fĂŒr den es nur passende Tassen und frische Kaffeebohnen fĂŒr Vollautomaten braucht, empfehle ich derzeit den Nivona NICR 1040 CafeRomatica. Er hat ein paar B2B-AnklĂ€nge, bleibt aber im B2C-Kategorien – und lĂ€sst sich einfach als Kaffeevollautomat abschreiben.

Zu Miete, Leasing und Kauf sowie zu passenden Automaten verschiedener Anbieter schaut ihr gern mal bei tradingtwins vorbei und holt euch unverbindliche Angebote ein.

Mit welchen Bezahlsystemen werdet ihr an Kaffeevollautomaten regelmĂ€ĂŸig konfrontiert? Welche Erfahrung habt ihr gemacht? Seid ihr Bargeldlos-Fans oder Freunde der MĂŒnze? Ich freue mich auf eure Kommentare!

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