Die 5 besten Kaffeevollautomaten mit Milchschlauch im Test 2022: Traumschaum aus dem Tetrapack

Ich bin Arne Preuß und kämpfe für mehr hochwertigen Kaffee.

Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht? Warum einen Kaffeevollautomaten mit integriertem Milchsystem zulegen, wenn ein einfacher Schlauch direkt im Milchkarton hängen kann?

Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht? Warum einen Kaffeevollautomaten mit integriertem Milchsystem zulegen, wenn ein einfacher Schlauch direkt im Milchkarton hängen kann?

Jede Form von Milchaufschäumer hat ihre Vor- und Nachteile. Doch seit einiger Zeit zeichnet sich ab, dass der Cappuccinatore in Sachen „Milchschaum-Qualität“ die Führung übernimmt. 

Das sehen wir an meiner aktuellen Top 5 der besten Kaffeevollautomaten mit Milchschlauch. Hier stehen Spitzengeräte in Preisklassen auf dem Treppchen, in denen wir früher auf jeden Fall einen integrierten Milchtank verlangt hätten:

  1. Jura Z10 (Preis über 2.100 Euro)
  2. Saeco GranAroma (Preis um 700 Euro)
  3. Krups Intuition Preference+ (Preis um 830 Euro)
  4. Siemens EQ.700 integral (Preis um 1.300 Euro)
  5. Melitta Barista TS Smart (Preis rund 900 Euro)

Was hat sich geändert? Warum ist „Schlauchschaum“ plötzlich so gut und was können die besten Geräte für euren Latte Macchiato oder Cappuccino sonst tun? Das findet ihr in diesem Ratgeber heraus.

Falls ihr es doch lieber integriert mögt, findet ihr das „Gegenranking“ in meinem Beitrag zu den besten Kaffeevollautomaten mit Milchbehälter.

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Jura Z10: Der ultimative Schlauch-Testsieger

Auch wenn ich ein riesiger Fan des Schlauchschaums aus Jura Kaffeevollautomaten bin, muss der Hersteller trotzdem erklären, warum er zum Spitzenmodell Jura Z10 für über 2.000 Euro nur den Milchschlauch mitliefert. Bei vielen günstigeren Geräten ist ein externer Milchbehälter schließlich Standard.

Jura Z10 Arne gluecklich

Sobald wir jedoch den ersten Latte Macchiato aus diesem hochwertigen Kaffeevollautomaten mit allen Schikanen beziehen, bleibt uns selbst diese Meckerei im Hals stecken.

Übercremig, überüppig und mit genau der richtigen Temperatur bringt der Z10 den im Vergleich eindrucksvollsten Milchschaum in die Tasse – und hat das beste Angebot an Funktionen.

Er kann auch „Cold Brew“, ist vollständig elektronisch steuerbar und überhaupt ein echtes Innovationsprodukt. Doch das ist für mich nicht das Beste an diesem Modell. Das Gesamtpaket ist einfach spitze – ob bei Milch oder Kaffee.

(Philips) Saeco GranAroma: Super Milchschaum in der neuen Mittelklasse

Mit einem Preis von etwa 700 Euro definiert der aktuelle Saeco GranAroma zwar keine neue Mittelklasse. Allerdings ist er der erste echte Vorstoß des Herstellers in diese Gefilde. 

Saeco GranAroma Uebersicht

Früher gab es Saeco Kaffeevollautomaten nur jenseits der 1.000 Euro. Zwischenzeitlich wurden sie vom Mutterkonzern sogar ganz eingestampft.

Schon deshalb finde ich diesen Kaffeevollautomaten mehr als spannend. Doch es gibt auch handfeste Gründe:

Was er mit seinem Schlauch (und dem mitgelieferten Behälter) aus eurer Milch macht, ist schlichtweg hervorragend. Nicht nur für einen Kaffeevollautomaten. Die Schaumqualität ist ähnlich wie bei Jura cremig und sämig, allerdings ist das Mahlwerk etwas laut und das Gerät etwas hässlich.

Mutterkonzern Philips ist übrigens in diesem Ranking nicht vertreten, weil unter dieser Marke ausdrücklich Kaffeevollautomaten vertrieben werden, die größtenteils ohne Milchschlauch auskommen. Also völlig ohne. Was das bedeutet, erfahrt ihr im Ratgeber Philips Kaffeevollautomaten.

Krups Intuition Preference+: Der „unscheinbare“ Milchschaum-Könner

Von Krups Kaffeevollautomaten habe ich nie so viel erwartet wie von Melitta, Siemens oder Philips. Das liegt schlicht und einfach an der geringen Sichtbarkeit der Marke sowie an früheren Maschinen, die keine starken Verkaufsargumente mitbrachten.

Der Krups Intuition Preference+ hat für mich die Kehrtwende eingeläutet. Und das liegt vor allem am überragenden Milchschaum. 

Krups Intuition Prefence mit Arne

Dieser kann sich problemlos mit erstrangigen Kaffeevollautomaten messen, kommt ebenfalls aus einem Cappucinatore mit externem Milchbehälter und wird auch noch sehr leise ausgegeben.

Der Preference ist immer mal wieder im Angebot und wird dann so günstig, dass wir ihm ein paar Macken bei der Bedienung sowie die markentypisch fest verbaute Brühgruppe problemlos verzeihen.

Siemens EQ.700 integral: Milch, wie ihr sie wollt!

Eigentlich gehört der Siemens EQ.700 in die Kategorie „Kaffeevollautomaten mit integriertem Milchsystem“. Zumindest, wenn ihr auf die Integral-Variantefür etwa 1.300 Euro setzt.

Siemens EQ.700 Kaffeevollautomat mit Arne

Allerdings bringt dieses schnuckelige neue Modell einen Adapter für die Milchpackung mit und kann damit auch im Cappuccinatore-Verfahren verwendet werden. Die Classic-Version besitzt ausschließlich einen Schlauch.

Der taufrische Oberklässler unter den Siemens Kaffeevollautomaten entwickelt das generelle Konzept des Siemens EQ.6 weiter und hat vor allem ein uraltes Milchschaum-Problem von Siemens gelöst:

Latte Macchiato oder Cappuccino werden nun definitiv nicht mehr zu kalt, wie unzählige Rezensenten früher bemängelt haben. Auch in Sachen Konsistenz und Cremigkeit hat Siemens hier noch eine Schippe draufgepackt.

Melitta Barista TS Smart: Schöner Milchschaum alter Schule

Melitta hatte schon Schlauchschaum im Angebot, als alle anderen Marken noch mit der Dampfdüse hantiert haben. Damit gehört die muckelige Familienmarke aber auch ein wenig zum alten Eisen in dieser Technik.

Das äußert sich nicht zwingend in schlechter geschäumter Milch, sondern in einer etwas festeren Struktur mit weniger Sämigkeit. Diese Konsistenz ergibt in einem Latte Macchiato jedoch absolut Sinn.

Zudem ist es bei einem Kaffeevollautomaten wie dem Melitta Barista TS Smart übertrieben, von „altem Eisen“ zu sprechen.

Melitta Barista TS Smart mit Arne

Das Gerät für rund 870 Euro ist zwar schon seit 2018 auf dem Markt, kann aber seitdem unbeirrt mit einem riesigen Funktionsumfang und einer benutzerfreundlichen App überzeugen. 

Insbesondere das gute Preis-Leistungs-Verhältnis, das wir bei Melitta Kaffeevollautomaten generell feiern, macht sich hier bemerkbar.

Was ist mit DeLonghi oder Miele Kaffeevollautomaten?

Sollte es uns stutzig machen, dass DeLonghi mal nicht auf einem Treppchen in einer Kaffeevollautomaten-Hitliste steht?

Absolut nicht.

Die Preis-Leistungs-Könner unter den DeLonghi Kaffeevollautomaten schäumen eure Milch natürlich ebenfalls sehr schön auf.

Allerdings gibt es bei den Italienern keine Schlauchautomaten. Sobald es der Preis zulässt, kommt ein integrierter Behälter ins Spiel. Und zwar schon ab etwa 500 Euro wie beim DeLonghi Perfecta Evo Kaffeevollautomat.

DeLonghi Perfecta Evo mit Arne

Miele Kaffeevollautomaten wiederum treten zwar allesamt als Kaffeevollautomat mit Milchschlauch auf und bringen echte Qualität mit.

Ich bin allerdings von diesen versnobten Schönheiten im Preisvergleich nicht ganz so überzeugt – zumal sie mit der Milch zwar sorgfältig, aber nicht herausragend umgehen. Ein aktuelles Beispiel für diesen Eindruck liefert zum Beispiel der Miele CM 6360 MilkPerfection.

Miele CM Uebersicht mit Arne

Auch Nivona Kaffeevollautomaten kommen mir in dieser Hitliste nicht wirklich in die Milchtüte. Sie liefern zwar schöne Funktionen und hochwertige Qualität, haben jedoch keine schlagenden Argumente im Angebot, die sie aufs Treppchen heben. Trotzdem bleibt etwa der Nivona 25 Cafe Romatica eine klare Kaufempfehlung.

Nivona mit Arne

Kaffeevollautomat mit Milchschlauch oder Milchbehälter: (K)eine Entscheidungshilfe

Bei den neuesten Gerätegenerationen in meinem Kaffeevollautomaten Test 2022 kann bester Milchschaum sowohl aus einem Milchtank als auch aus einem Milchkarton kommen.

Es wird nur immer deutlicher, dass die Karton-Fraktion im Qualitätsvergleich schon lange aufgeholt hat und die traditionellen Integrationssysteme langsam überholt.

Das kommt mir persönlich sehr entgegen. Ich war schon immer der Meinung, dass eine Cappuccinatore-Lösung hygienischer und praktischer ist:

  1. Ihr müsst keinen extra Behälter säubern
  2. Milch wird nicht übermäßig lange (und falsch) gelagert
  3. Ihr könnt den Milchkarton nach Platzangebot positionieren
  4. Der Kaffeevollautomat mit Milchschlauch wird fast „selbstreinigend“ – dank automatischer Programme, für die ihr nicht einmal etwas umstecken müsst. Miele macht hier viel vor!

Kaffeevollautomaten mit Milchbehälter sind im Gegensatz dazu vor allem kompakter und erlauben in immer mehr Fällen eine einstellbare Milchschaum-Konsistenz. Integrierter Behälter heißt eben auch Düsen-Verstellbarkeit.

Dass die Grenzen jedoch fließend sind, zeigt sich an Kaffeevollautomaten, die einfach beide Systeme mitbringen – siehe die genannten Modelle von Siemens und Miele.

Was heißt das nun für euren Preisvergleich und die Geräteauswahl? Erst einmal wenig. 

Tatsache ist, dass jedes System nur so gut sein kann, wie der Automat, in den es integriert ist. Tatsache ist auch, dass jeder die Milchschaumqualität etwas anders beurteilt. 

Manche mögen’s kälter, andere heißer. Manche wollen festen Schaum, andere suchen einen Vollautomaten, der auf fließfähigem Barista-Niveau arbeitet.

Ein Blick in die aktuelle Gerätevielfalt zeigt dabei, dass sich die Hersteller inzwischen darüber bewusst sind, dass Traumschaum nicht nach Schema F funktioniert. Darum sorgen sie zunehmend dafür, eine eigene Milch-Signatur zu entwickeln.

Was haben wir davon? Vor allem mehr Auswahl. Und die Möglichkeit, einen Automaten zu finden, der perfekt zu unserer Küche passt.

Seht ihr das anders? Habt ihr noch Fragen? Dann hinterlasst einen Kommentar!

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