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Was muss Kaffee kosten?
Von Arne • Allgemein, Coffee Shop, Kaffee online Kaufen
Was darf Kaffee kosten?
Die Frage, was Kaffee kosten darf, muss jeder für sich selbst beantworten. In Supermärkten bekommt ihr extrem billige Kaffees. Diese halten allerdings, was ihr Preis verspricht. Der unangenehme Nebeneffekt der „Kaffee-Preisschlachten“ ist, dass viele Kunden diese Preise als normalen „Preisspiegel“ für Kaffee sehen.
Wer guten Kaffee möchte muss bereit sein, mehr als im Supermarkt auszugeben.
Espressotrinker sind oft weiter
In Foren und anhand vom Angebot, kann ich erkennen, dass die Bereitschaft für eine gute Espressoröstung viel auszugeben deutlich höher ist, als für “normalen Kaffee”. Die Espressogemeinde ist den Weg zum „High-end-Produkt“ sozusagen über die Liebe zur Perfektion und ihrer Hardware gekommen. In die glänzenden Mühlen und Siebdruckmaschinen kann selbstverständlich nur der beste Espresso.
Kapseln, Pads und Instant-Kaffees
Diese drei varianten sind nicht nur teuer, sondern haben ein erschreckend schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis. In den meisten Fällen würde ich die Getränke nicht mehr als Kaffee bezeichnen. Klar, es ist einfach und schnell. Genau wie Mikrowellenpizza. Es ist sicher nicht günstig. Es wird oft als trendig und cool angesehen. Aber warum?
Kaffeehauspreise
In den größeren deutschen Städten kann sich jeder darauf verlassen, an jeder Ecke ein mehr oder weniger bekanntes Kaffeehaus zu finden. Sehr angenehm! Kaffee und vor allem Espresso-Milchgetränke sind aus Verkäufer-Sicht eine tolle Sache. Die Milch kostet wenig. Der Kaffee auf einzelne Cups runtergerechnet ist günstig. Verkauft werden die Getränke, sehr erfolgreich, für mehr als die Deutschen bereit sind für 250g Kaffee auszugeben. Aus denen wir einige Liter tollen Kaffee machen könnten.
Was gebe ich für Kaffee aus?
Ich persönlich gebe für guten Kaffee und Espresso gerne um die 20€ pro Kilo aus. Sicher auch mehr, wenn es ein interessantes Angebot ist. Guten Kaffee zu schaffen ist eine extreme Leistung über viele Veredelungsstufen. Es muss klar sein, dass das kostet Geld.
Viele Grüße,
Arne



6. June 2009 • 17:35 1 Marco schrieb
Hallo,
also ich habe mir seit kurzen einen Kaffeevollautomaten gekauft und habe da auch mit Kaffees aus den Supermärkten angefangen.
Da habe ich dann mal bischen im Internet rumgesurft und bin dann auf diesen Blog gestoßen, den ich mir dann sorgfälltig durchgelesen habe.
Habe dann mal Kaffee bei Maskal bestellt (angeregt duch die Kaffeeverkostung Durch Arne.) und bin da auch nun fündig geworden.
Zahle nun auch für das Kilo etwas über 20 € aber man schmeckt den unterschied.
Hatte vor kurzen besuch bekommen der übers wochenende geblieben ist und da ist mir der Kaffee ausgegangen, hatte den neuen zu spät bestellt.
Also bin ich halt im Supermarkt und musste dann da Kaffee holen und da hat man erstmal richtig den unterschied gemerkt. Klar kostet der da weniger wie die hälfte aber schmeckt auch nicht so gut. Aber das muss ja jeder für sich entscheiden.
Ich für mein teil sehe Kaffee als genußmittel und trinke ihn auch in maßen, (2 – 4 tassen am tag, am wochenende auch mal mehr) also bin ich auch bereit ein bischen mehr dafür auszugeben.
viele Grüße
Marco
6. June 2009 • 19:29 2 Arne schrieb
Hallo Marco,
vielen Dank für deinen schönen Kommentar. Das motiviert mich ungemein. Sehr gut, wir schmecken beide einen großen Unterschied zwischen “Supermarktkaffee” und “hochwertigen Kaffees”. Glaube mir, wenn du erst mit gutem Kaffee anfängst, kannst du nicht aufhören und das ist auch gut so! Sehr gut sogar.
Glückwunsch zu deinem Kaffeevollautomaten, ich hoffe sehr du bist zufrieden?!
Das Problem mit dem Kaffeenachschub kenne ich gut. Hier in Spanien muss ich immer lange vorausplanen. Jetzt gerade wird es schon ein wenig eng.
2 – 4 Tassen am Tag ist doch eine gute Menge
. Das ist auch ungefähr meine Tagesration + ein paar Espressos.
Viele Grüße aus Gibraltar,
Arne
7. June 2009 • 15:09 3 Manfred schrieb
Also mir ist guter Kaffee auch was wert. Aber das Problem ist dass höchstens 10% der Weltkaffeeproduktion wirklich erstklassiger Kaffee ist. Irgend Jemand muss die restlichen 90% trinken.
Es gibt übrigens noch schlechteren Kaffee als Der aus dem Supermarkt. Wenn Du schon einmal Kaffee aus so einem Kaffeeautomat wie man Ihn auf der Arbeit findet (so ein Automat wo ein Plastikbecher mit Kaffee rauskommt) getrunken hast, wird Dir Bohnenaffee aus dem Supermarkt wie ein Hochgenuss erscheinen.
9. June 2009 • 14:31 4 Annika schrieb
Ich finde, man sollte die Preisfrage nicht nur wegen des Geschmacks treffen. Es ist ja allgemein bekannt, dass eine Vielzahl von Kaffeebauern unter schlechtesten Konditionen Handel betreibt und oft nicht einmal von den Erträgen leben kann. Nebst Röstung und Herkunft der Bohnen ist also auch interessant, wie diese Bohnen nach Deutschland gekommen sind und wie sie angebaut wurden. Kaffee zu Dumpingpreisen für unter 10 Euro pro Kilo sollte man allein aus Gewissensgründen nicht trinken…
9. June 2009 • 15:33 5 Arne schrieb
@ Manfred: „Irgend Jemand muss die restlichen 90% trinken“, wenn die Nachfrage nach den hochwertigen 10% steigt, werden es bald mehr als 10% sein. Das ist doch einen Ermunternder Gedanke!
@ Annika: Das ist ein wichtiger Punkt! Ich habe versäumt dieses Thema in den Artikel einzubauen, sehe es aber genau wie du. Mit dem Preis hast du sicher recht, nur muss man aufpassen nicht den Zirkelschluss zu ziehen, dass teurer Kaffee immer mit gutem Gewissen getrunken werden kann! Wie du schon sagst, zählt nicht nur das Endprodukt, sondern auch alle Faktoren in der Produktionskette. Vielen Dank für den Hinweis!
9. June 2009 • 17:10 6 Jörg schrieb
Hallo Arne,
wenn man sich die Trends in Amiland anschaut, dann wird da bald kein Mainstream-Kaffee mehr getrunken. Auch hierzuland setzt sich die Meinung durch, dass die Palette der guten Spezialitätenkaffees durchaus noch ein paar Farbtupfer vertragen kann. Das bedeutet aber nichts anderes als kleine Mengen, eine gute Story und kunstvolles Rösten. All das kostet natürlich deutlich (?) mehr als Tchibo, Jacobs oder Lavazza, sollte es aber in jedem Fall wert sind, und nicht nur im Sinne derer, die davon leben. In jedem Fall ist es eine Frage der Prioritätensetzung im eigenen Lebensstil: Lieber weniger, dafür besser!
10. June 2009 • 11:36 7 Arne schrieb
Hallo Jörg,
das ist ein sehr guter Trend. Ich bin gespannt wie es sich in Deutschland (Europa) entwickeln wird. Ich denke die Deutschen sind schon weiter als die Spanier. “Qualitätskaffee” wird immer mehr zum Thema. Ich freue mich auf die nächsten Jahre
16. June 2009 • 09:43 8 signorRossi schrieb
Darf ich die Frage ‘Was-muss-Kaffee-Kosten’ auf fertige Kaffeeprodukte wie z.B. Cappucino, Espresso und Lattemacchiato konsumiert in einem Cafe mit Bedienung serviert am Tisch inkl. Benutzung der Toilette (also nicht ‘pick and go’
) ausdehnen? Bei uns hier (Norden Italiens) scheint es von Seiten der Kunden ‘magische’ Obergrenzen fuer Preise zu geben, bei deren Überschreitung man als Verkäufer göttlichen Zorn hervorruft (ist jetzt etwas krass formuliert, aber ich glaube man versteht, was ich meine). Ausgangsmaterial ist eine 90% Arabica/10% Robusta Kaffeeemischung eine lokalen Rösters a 18€ zzgl. MwSt..
Was ist angemessen, bzw. wieviel sind Kunden in anderen Ländern bereit, zu zahlen.
Dies mal als Diskussions-Anstoß…
SignorRossi.
16. June 2009 • 13:05 9 Arne schrieb
Hallo signorRossi,
die Frage ist schwer zu beantworten. Des kommt natürlich auch auf die Location, das Preisniveau in der Umgebung, den Laden, Größe der Getränke und welche Kosten du pro Getränk hast, an!
Wenn bei der Rechnung etwas rauskommt, was die Gäste einfach nicht bezahlen wollen, steht ihr natürlich vor einer kleinen Herausforderung.
Hier in Südspanien bekomme ich eine Kaffee Latte für (0,125l) ca. 1-2€. Die Qualität ist aber fast immer ein Albtraum. Ich persönlich bin bereit für gute Qualität “viel” zu bezahlen. Aber ich bin auch nicht normal
Wie Jörg geschrieben hat: „Lieber weniger, dafür besser!“
Viele Grüße,
Arne
17. June 2009 • 16:38 10 Grund schrieb
Beim Kaffee muss man halt auf das Preis/Leistungsverhältnis achten. Und mit Leistung meine ich den Koffeingehalt. Leider steht der nie auf den Packungen drauf, daher kaufe ich immer den billigsten Kaffee.
Auf den Fertigmischungen im Kühlregal steht manchmal der Koffeingehalt drauf. Zum Beispiel Müller Milch Espresso mit 135 mg Koffein für 99 ¢ oder das Discounterprodukt vom Lidl mit 200 mg für 66 ¢. Ist doch klar, was ich da nehme. Aber immer diese fertigen Flaschen zu kaufen ist mir auf Dauer auch zu blöd.
17. June 2009 • 18:17 11 Arne schrieb
Hoher Koffein Gehalt = gute Leistung kann ich nicht unterschreiben. Koffein gehört sicher dazu, aber sollte nicht ausschlageben sein. Dann würde ich mir lieber Kaffein-Tabletten aus der Apotheke holen!
17. June 2009 • 22:42 12 signorRossi schrieb
LOL, hoher Koffeingehalt = guter Kaffee?
Das klingt eher nach einer Gleichung, die ein Drogendealer bei Kokain machen wuerde, bei Kaffee ist das vollkommener Schwachsinn.