Kaffeemühle-Test & Vergleich 2026: Die 10 besten Empfehlungen für Espresso, French Press, Filter & Co

Perfekter Kaffee braucht zwei Dinge: gute Kaffeebohnen und eine gute Kaffeemühle. Ich zeige euch meine Favoriten mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis – darunter die Graef CM 800, die aktuelle Baratza Encore und die Comandante

34+

Kaffeemühlen getestet

25+

Kilogramm Kaffeebohnen verbraucht

120+

Stunden getestet

Meine Bewertung:

Display

Verschiedene Mahlmodi

Feinteilige Mahlstufen

Preis

Für Espresso nur bedingt

Meine Bewertung:

Funktionsstarker Allrounder

Integrierte Kaffeewaage und Display

Sehr genau

Einfache Einstellung

Etwas billige Verarbeitung

Statische Aufladung

Recht laut

Meine Bewertung:

Tolle Kaffeemühle für Espresso.

Sehr solide Verarbeitung

Kaum statische Aufladung

Homogenes Mahlgut

Relativ teuer

Meine Bewertung:

Upgrade mit wenig News

Homogene Ergebnisse

Kaum statische Aufladung

Gute Lautstärke

Weniger für Espresso

Dosierung ungenau

Meine Bewertung:

Testsieger bei den Handkaffeemühlen

Kompakt

Schickes Design

Das schweizer Taschenmesser der Handkaffeemühlen

Relativ teuer

Meine Bewertung:

Meine Lieblings-Mühle für Espresso

Einmaliges Design mit Köpfchen

Stufenlose Mahlgradeinstellung

Sehr leichte Bedienung

Meine Bewertung:

Guter Allrounder!

Preiswertes Einsteigermodell

Homogenes Mahlergebnis

Klein und schick

Gründliche Reinigung ist teuer

Meine Bewertung:

Beste Kaffeemühle für Filterkaffee und die Chemex

Wenig statische Aufladung

Einfache Reinigung

Leicht ein- und umzustellen

Nicht für Espresso geeignet

Recht laut

Meine Bewertung:

Gut für Kaffee, nichts für Espresso

Integrierte Waage

Verschiedene Dosiermethoden

Feinteilige Einstellbarkeit

Statische Aufladung

Nicht für Espresso (trotz Ansage)

Meine Bewertung:

Solide günstige Handkaffeemühle

Günstiger Preis

Hochwertiger Look

Einfache Handhabung

Nicht bruchsicher

Zu groß für Reisen

Meine Bewertung:

Hervorragende Kaffeemühle.

Viele Einstellungsmöglichkeiten

Sehr gute Mahlergebnisse

Hochwertige Verarbeitung

Kein ansprechendes Design

Meine Bewertung:

Tolle kleine Handkaffeemühle

Robustes Edelstahlgehäuse

Sehr preiswert

Hochwertiges Keramikmahlwerk

Nicht geeignet für große Kaffeemengen

Moin! Ich bin Arne, Ex-Barista und Kaffee-Nerd bei Coffeeness. Seit Jahren teste ich mit meinem Team Vollautomaten, Siebträgermaschinen und Bohnen – ehrlich, unabhängig und mit viel Leidenschaft. Unser Ziel: euch beim perfekten Kaffee zu helfen. Und wer mag, findet im Coffeeness-Shop auch unsere eigenen Bohnen und hochwertiges Zubehör.

Transparent erklärt: Wie wir testen

Wenn ihr zumindest etwas Wert auf guten Kaffee zuhause legt, ist eine Kaffeemühle ein Muss. Schließlich gehören frisch gemahlene Kaffeebohnen zu den wichtigsten Faktoren der Kaffeezubereitung:

Schon direkt nach dem Mahlen verlieren Kaffeebohnen Aroma. Bewahrt ihr Pulver (zu lange) auf, bekommt ihr nur noch einen Bruchteil des Charakters in die Tasse.

Die gute Nachricht: Je nach Art der Kaffeezubereitung reichen bereits eine günstige elektrische Kaffeemühle oder eine Handkaffeemühle aus, um das Beste aus euren Bohnen herauszuholen. Die schlechte Nachricht: Das macht die Auswahl nicht unbedingt leichter.

In meinem Kaffeemühlen Test stelle ich zudem immer wieder fest, dass teuer nicht automatisch gut ist und Hersteller oft eine Menge versprechen, ohne abzuliefern. 

Darum stelle ich euch in diesem Test nicht nur meine Favoriten aus verschiedenen Kategorien vor. Ich will euch zeigen, wie ihr die beste (elektrische) Kaffeemühle für eure Ansprüche findet.

Die 10 besten Kaffeemühlen im Überblick

Ähnlich wie in anderen Maschinen- und Test-Kategorien kann es den Testsieger oder die Empfehlung in Sachen Mühle nicht geben: 

Zwei Kandidaten mit identisch aufgebautem Mahlwerk und ähnlichem Preis können sich für völlig unterschiedliche Zubereitungsmethoden eignen. Denn der Aufbau und die Handhabung sind mindestens so wichtig wie das Mahlgrad-Angebot oder die Verarbeitung.

Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen Mühlen für Espresso und Kandidaten für Filterkaffee, aber die Unterteilung geht noch weiter. Das spiegelt sich auch in meinen aktuellen Top 10 aus dem Kaffeemühle-Test wider:

1.Product List Image
Filter-Preissieger für Einsteiger

Rommelsbacher EKM 200

Homogenes Mahlgut für Filter oder French Press

Einfache Bedienung

Unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis

2.Product List Image
Espresso-Preistipp

Graef CM 800

40 Mahlstufen + Feinjustierung

Ideal für Einsteiger im Espressosegment

Gute Verarbeitung 

3.Product List Image
Filterkaffee-Empfehlung für Fortgeschrittene

Baratza Encore ESP

Homogenes Mahlgut in fast allen Mahlgraden

Wenig statische Aufladung

Gute Mahlgeschwindigkeit

4.Product List Image
Hervorragend für Espresso

Sage Smart Grinder Pro

Sehr homogenes Espresso-Mahlgut

60 Mahlgrade

Viele Einstellungsmöglichkeiten

5.Product List Image
Vielseitiger Filter-Könner

KitchenAid Artisan

70 Mahlstufen & feinteilige Einstellung

Wenig statische Aufladung

Abnehmbarer Bohnenbehälter

6.Product List Image
Espressomühle für Anspruchsvolle

Eureka Mignon Specialità

Herausragende Siebträger-Leistung

Sehr wenig Totraum

Langlebige Verarbeitung

7.Product List Image
Luxusmodell für Filterkaffee

Moccamaster KM5

Überaus homogen in Filter-Mahlstufen

Gekonnte Langlebigkeit

Einfache Einstellung

8.Product List Image
Mittelpreis-Modell mit Waage

Rommelsbacher EKM 500

Integrierte Kaffeewaage

Am besten für Filterkaffee-Mahlgrade

Verschiedene Dosierungsoptionen

9.Product List Image
Preistipp manuelle Kaffeemühlen

Timemore Chestnut C3S Pro

Sehr gute Homogenität in fast allen Mahlgraden

Einklappbare Kurbel

Exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis

10.Product List Image
Hand-Modell für Anspruchsvolle

Comandante C40

Durchweg homogene Mahlergebnisse

Angenehmes Mahlgefühl

Hochwertiges Design aus Holz

Meine Empfehlung: Welche Mühle wofür? 

Bevor wir alle Kandidaten und Sieger im Kaffeemühle-Test genauer ansehen, zeige ich euch meine Einschätzung der besten Modelle im Schnelldurchlauf:

LevelModellAktuelles PreisniveauMühlentypFilterEspresso
EinsteigerRommelsbacher EKM 20060 €ElektrischX
Graef CM 800130 €ElektrischX
FortgeschrittenBaratza Encore ESP180 €Elektrisch✓✓✓X
Sage Smart Grinder Pro260 €Elektrisch✓X✓✓
KitchenAid Artisan250 €Elektrisch✓✓✓X
Rommelsbacher EKM 500155 €Elektrisch✓X
Timemore Chestnut C3S Pro110 €Manuell✓X
AnspruchsvollEureka Mignon Specialità430 €ElektrischX✓✓
Moccamaster KM5300 €Elektrisch✓✓X
Comandante C40270 €Manuell✓✓✓✓

Die beste elektrische Kaffeemühle für eure Bohnen: Testsieger nach Kategorie

Elektrische Kaffeemühlen mahlen komfortabler und häufig präziser als ihre manuellen Kollegen. Darum sind sie in meinem Test stärker vertreten. Sobald eine Mühle einen Stecker mitbringt, wird es jedoch ziemlich komplex:

Während eine gute Handkaffeemühle für jede Zubereitungsart funktionieren kann, gibt es meiner Erfahrung nach keine elektrische Kaffeemühle für zuhause, die mit jedem Mahlgrad punktet und so gebaut ist, dass sie sich für Siebträger-Pulver genauso gut eignet wie für Handfilter, Chemex und Co.

Außerdem steht fest, dass ihr grundsätzlich mehr in Espressomühlen als in Filterkönner investieren müsst. Espresso braucht nicht nur Präzision, sondern vor allem ein sehr feinteilig verstellbares Mahlwerk. Jeder weitere Mahlgrad kostet aber auch mehr.

Günstige & kleine elektrische Kaffeemühle für Filtereinsteiger: Rommelsbacher EKM 200


Rommelsbacher Kaffeemühle EKM 200

Gut für den Einstieg in frischen Kaffee

Sehr günstig

Sehr einfache Bedienung

Gute Einstellbarkeit

Relativ homogene Mahlergebnisse

Statische Aufladung

Etwas komplizierte Reinigung

Alle Spezifikationen
Rommelsbacher Kaffeemühle EKM 200
Aktueller Preis

57,85 €

Alle Spezifikationen

Die Rommelsbacher EKM 200 für kaum 60 Euro ist kein großer Wurf, macht aber das, wofür sie gebaut ist: Als ultimatives Einsteigermodell im Test verarbeitet sie Kaffeebohnen zu Pulver, ohne dass ihr wissen müsst, worauf es ankommt.

Das Edelstahl-Scheibenmahlwerk lässt sich in übersichtlichen Stufen verstellen, die Dosierung erfolgt nach Tassen. Ihr gebt Kaffee in den Bohnenbehälter, startet die Mühle und fertig.

Schon der Aufbau und die Handhabung machen klar, dass sich diese elektrische Kaffeemühle ausschließlich für Zubereitungen eignet, bei denen ihr Pulver mit großer Mahlgrad-Toleranz benötigt. Wir reden von French Press und Filterkaffeemaschine, nicht von Handfilter oder Siebträger. 

Bei einem so geringen Preis müssen wir mit viel statischer Aufladung und einem lauten Mahlwerk leben, das beim Zerkleinern zudem mit einem anstrengenden Geräusch nervt. Das ist bei diesem Preisniveau allerdings normal. Etwa die Melitta Molino mit Mahlscheiben aus Stahl klingt kein Deut besser.

Theoretisch könntet ihr mit der Rommelsbacher EKM 400 eine bessere Variante mit mehr Mahlgrad-Auswahl und einem leistungsstärkeren Motor kaufen. Allerdings kommt diese Variante auch nur für ähnliche Zubereitungen in Frage, erhält ähnliche Bewertungen und kostet trotzdem mehr.

Beste elektrische Kaffeemühle für Fortgeschrittene: Baratza Encore ESP 


Baratza Encore ESP

Tolles Filter-Update

Wenig Aufladung

Einfache Reinigung

leichte Einstellung

homogenes Mahlgut

leiseres Mahlwerk

Baulich weniger für Espresso

Alle Spezifikationen
Baratza Encore ESP
Aktueller Preis

179,95 €

Alle Spezifikationen

Die Baratza Encore ESP fängt an, wo die Rommelsbacher EKM 200 aufhört: Für rund 180 Euro bietet die Nachfolgerin des Klassikers Baratza Encore mehr Mahlgradstufen, kommt fast ohne statische Aufladung aus und hat eine top Mahlgeschwindigkeit, die das Aroma nicht beeinträchtigt.

Ich habe für meinen Test viel Kritik geerntet. Denn ich halte die Encore ESP für eine klare Filter-Mühle, auch wenn sie durch mehr Zubehör und einige Neuerungen beim Mahlwerk genauso als Espressomühle funktionieren würde.

Für mich spricht aber der Aufbau dagegen: Es gibt keinen Siebträgerhalter, nur eine Portionierhilfe, die euch das Umfüllen in den Portafilter erleichtern soll. Ein solcher Zwischenschritt macht das Dosieren nicht nur umständlich, es geht auch Kaffee verloren.

Andersherum könnt ihr der Baratza Encore ESP jedoch auch sehr edle Filter-Kaffeebohnen anvertrauen und mit ihr perfekten Handfilterkaffee brühen. Sowohl die Mahlleistung als auch die Körnung können voll und ganz überzeugen. 

Zwar könnten wir diskutieren, ob wir dafür wirklich fast 200 Euro ausgeben sollten. Aber ihr Geld ist sie allemal wert.

Beste elektrische Einsteiger-Espressomühle: Graef CM 800


Graef Kaffeemühle CM 800

Guter Allrounder!

Preiswertes Einsteigermodell

Homogenes Mahlergebnis

Klein und schick

Gute Ersatzteilversorgung

Viele Mahlgrade (40)

Gründliche Reinigung ist teuer

Alle Spezifikationen
Graef Kaffeemühle CM 800
Aktueller Preis

130,18 €

Alle Spezifikationen

Die Graef CM 800 gehört seit Jahr und Tag zu meinen Favoriten in Sachen Espressomühlen – auch wenn sie in der Einsteigerliga spielt. Bis heute ist mir keine andere Mühle untergekommen, die für ihren Preis von rund 130 Euro ihre Sache so lange so gut macht.

Die Kaffeemühle mit Kegelmahlwerk aus Edelstahl bietet 40 Mahlstufen, die ihr mit einem Schraubenzieher noch weiter verfeinern könnt. Zudem lässt sie sich direkt mit einem Siebträger bedienen. Drittens punktet sie bei der Reinigung und ist nicht allzu laut.

Anders als wirkliche Espressokönner wie die Baratza Sette leidet die CM 800 jedoch unter einer deutlichen statischen Aufladung und bietet uns darüber hinaus keine Möglichkeit, die Füllmenge punktgenau zu dosieren. 

Ihr müsst den gemahlenen Kaffee also jedes Mal neu abwiegen und solltet nicht gerade die seltensten Kaffeebohnen verwenden – sonst zahlt ihr eine Menge Geld für viel Schwund.

Außerdem schwächelt das Kegelmahlwerk in gröberen Stufen. Je weiter wir in Richtung Filtermahlgrad gehen, desto ungenauer werden die Ergebnisse. Das ist mir persönlich egal, da ich die Graef CM 800 ausschließlich für feines Kaffeemehl verwende und empfehle.

So oder so markiert die CM 800 in meinen Augen die Untergrenze dessen, was ihr von einer Espressomühle erwarten und für sie ausgeben solltet. Alles darunter wird dem Geschmack und den Anforderungen nicht gerecht.

(Fast) beste Allrounder-Mühle: Sage Smart Grinder Pro


Sage Smart Grinder Pro

Hochwertig für Espresso

Alle Spezifikationen
Sage Smart Grinder Pro
Aktueller Preis

225,00 €

Alle Spezifikationen

Elektrische Kaffeemühlen funktionieren kaum jemals für alle Getränkevariationen. Irgendein Mahlgrad schwächelt immer, es ist schwierig, das Kaffeemehl zu dosieren usw.

Ausnahmen von dieser Regel gibt es trotzdem – zumindest bis zu einem gewissen Grad. Die Sage Smart Grinder Pro kriegt zum Beispiel jeden Mahlgrad ausreichend gut hin, auch wenn ich nicht von Weltklasse reden würde. 

Für den alltäglichen Gebrauch zuhause und jede vernünftige Röstung geht sie aber vollkommen klar. Die Espresso-Ergebnisse bekommen definitiv die bessere Testnote, bei einem gröberen Mahlgrad wird es etwas wackliger mit der Homogenität.

Für einen Preis von um die 260 Euro erhalten wir ein Edelstahl-Kegelmahlwerk mit 60 Mahlstufen. Obendrauf gibt es viele Einstellungen für Dosierung, Mahlen usw. Der Bohnenbehälter mit 450 Gramm Füllmenge ist ein klarer Hinweis, dass sie so viel oder so wenig Kaffee auf einmal mahlen kann, wie ihr wünscht.

Auch wenn die Sage-Kaffeemühle schon in fortgeschritteneren Preisklassen spielt, bleibt sie dennoch im Einstiegssegment. Wer oft mit Kaffeebohnen, Zubereitungsvarianten usw. spielt und sich außerdem weniger Umstände beim Mahlen und Dosieren machen will, wird mit ihr jedoch definitiv glücklich.

Eine Alternative mit stärkerer Filter-Ausrichtung ist zum Beispiel die KitchenAid Artisan. Sie bietet ein noch etwas feinteiligeres Kegelmahlwerk und erhält ähnliche Bewertungen. Ihr Aufbau rüstet sie jedoch eher für große Mengen Kaffee, die in French Press oder Kanne wandern sollen.

Die beste elektrische Mühle für Espresso: Eureka Mignon Specialità


Eureka Mignon Kaffeemühle

Tolle Kaffeemühle für Espresso.

Sehr solide Verarbeitung

Kaum statische Aufladung

Homogenes Mahlgut

Schonendes Mahlen

Einfache Reinigung

Relativ teuer

Eureka Mignon Kaffeemühle
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Coffee Friend LogoPreis prüfen
20€ Rabatt ab 200€ mit Code „Coffeeness20“
Alle Spezifikationen
Eureka Mignon Kaffeemühle
Aktueller Preis

431,90 €

Alle Spezifikationen

Die Eureka Mignon-Serie ist ein absoluter Klassiker in meinem Kaffeemühle-Test, weil hier alles zusammenkommt, was edle Espressokönner aus dem Mittelpreissegment besonders macht:

  • Fertigung aus Edelstahl

  • Hochwertiges Scheibenmahlwerk 

  • Stufenloser Mahlgrad

  • Kaum/keine Temperaturentwicklung für bestes Aroma

  • Kaum Kaffee-Verlust aufgrund sehr geringer statischer Aufladung/Totraum

  • Einfache Reinigung

Je nach Ausführung gibt es hier keine besonderen Features oder Extras, dafür aber wirklich homogen gemahlenen Kaffee bis ins kleinste Körnchen. Aktuell gilt das zum Beispiel insbesondere für die Eureka Mignon Specialità.

Eureka-Modelle kratzen locker an der 500-Euro-Marke, was sie für den Einsatz mit günstigen Espressomaschinen wie der DeLonghi Dedica oder einem Solis-Siebträger in meinen Augen disqualifiziert. Diese Maschinen können nämlich nicht umsetzen, was die Eureka vorbereitet.

Wenn ihr es mit Espresso halbwegs ernst meint und zum Beispiel an einer kleinen Bezzera hantiert, liefert eine Eureka Mignon hervorragende Qualität, die euch viele Jahre begeistern wird.

Beste elektrische Kaffeemühle für Anspruchsvolle: Moccamaster KM5


Moccamaster KM5

Sehr gut für Filter-Mahlgradstufen

Homogenes Mahlergebnis in Filter-Mahlstufen

SEHR einfache Einstellung

Hochwertige Verarbeitung

Ausschließlich für gröbere Mahlstufen

Für ihre Ausstattung hochpreisig

Bedienung nervig

Alle Spezifikationen
Moccamaster KM5
Aktueller Preis

299,00 €

Alle Spezifikationen

Ob es für Filterkaffee unbedingt ein High-End-Gerät braucht, wage ich in meinem Kaffeemühle-Test konstant zu bezweifeln. Mittlere Mahlgrade verzeihen Ungenauigkeiten, bei einer größeren Menge Kaffee fallen Abweichungen nicht so stark ins Gewicht.

Es geht natürlich auch anders: Wenn ihr edelste Kaffeebohnen von Hand aufbrühen wollt, ist zum Beispiel die Moccamaster KM5 eine Empfehlung. 

Sie versucht gar nicht erst, jeden Mahlgrad abzudecken, sondern konzentriert sich explizit nur auf mittlere Stufen für gefilterten Kaffee. Diese beherrscht sie richtig gut, auch wenn es in den gröbsten Stufen etwas ungenauer wird. 

Klar ist, dass ihr bei Moccamaster auch fürs Label zahlt. Allerdings bekommt ihr eine herausragende Qualität, langlebige Materialien und eine ausgezeichnete Verarbeitung.

Einziges Manko ist für mich die etwas nervige Bedienung: Ihr müsst beim Mahlen den Knopf gedrückt halten, eine automatische Dosierung oder Timer-Funktion gibt es nicht. Das hätte man bei einem Gerätepreis von 300 Euro anders lösen können. Allerdings geht der Mahlprozess schnell, weshalb auch dieser Punkt verkraftbar ist.

Kaffeemühlen mit Waage: Rommelsbacher EKM 500 oder Tchibo?

Tchibo elektrische Kaffeemuehle Uebersicht

Neben dem Mahlgrad entscheidet die Dosierung darüber, ob ihr guten oder weniger guten Kaffee trinken könnt. Bei gefiltertem Kaffee in größeren Mengen kommt es nicht auf jedes Körnchen an, bei Espresso hingegen schon. Da ist eine Waage unerlässlich.

Diese bringen einige Kandidaten im Kaffeemühle-Test 2026 zwar gleich mit, doch so richtig bin ich von keinem überzeugt. Die Rommelsbacher EKM 500 ist zwar eine ordentliche elektrische Kaffeemühle. Allerdings stimmen Ausrichtung und Praxis nicht ganz überein:

Weder die EKM 500 noch die baugleiche Tchibo Kaffeemühle kommen mit der feinen Espressokörnung besonders gut klar. Für diese Methode ist die Waage aber eigentlich gedacht. 

Daher ist es in meinen Augen sinnvoller, auf eine (gute) Espressomühle und eine separate Kaffeewaage zu setzen.

Beste Kaffeemühle mit Akku?

Zu akkubetriebenen Mühlen habe ich bisher keine Meinung. Hier gibt es Modelle von Rosenstein & Söhne oder anderen Marken, die mit 12 Volt-Batterie auf Camping und Urlaub abzielen. 

Im Grunde handelt es sich dabei um eine kompakte Handkaffeemühle mit eingebautem Motor, der ein kompaktes Kegelmahlwerk aus Edelstahl oder Keramik antreibt. In der Theorie klingt das gut. Aber wir wissen, welche Power und Größe eine elektrische Kaffeemühle haben muss, damit sie das perfekte Aroma in die Tasse bringt.

Wenn ihr wollt, schaue ich mir Qualität und Leistung dieser Kategorie genauer an. Habt ihr eine Empfehlung, welches Modell ich unbedingt einem Produkttest unterziehen sollte? Hinterlasst gern einen Kommentar!

Die besten Handkaffeemühlen

Kein ernsthafter Barista würde sich ausschließlich mit einer Handkaffeemühle auseinandersetzen wollen. Der Mahlvorgang ist vergleichsweise mühsam, ihr braucht ziemlich lange, bis eine ausreichende Menge Kaffee zusammenkommt. Allerdings bieten manuelle Kandidaten im Kaffeemühle-Test 2026 unschlagbare Vorteile:

  • Benötigen keinen Strom

  • Besitzen fast immer ein stufenloses Mahlwerk

  • Haben praktisch nie Probleme mit besonders feiner Körnung

  • Sind kompakt und leicht

  • Können mit auf Reisen

Sobald ihr nur eine kleine Menge Bohnen mahlen wollt, ohne jedes Mal das Mahlwerk komplett säubern zu müssen, ist eine manuelle Mühle praktisch unschlagbar. Wenn ich meine Kaffeebohnen Tests durchführe, ist mein mechanischer Favorit immer dabei.

Einsteiger-Handmühlen: Porlex, Gefu & mehr

Groenenberg Handmuehlen

Im Einsteigersegment gibt es unendlich viele Handkaffeemühlen. Modelle wie die Porlex TallGefu Lorenzo und Groenenberg Kaffeemühle bleiben weit unter 100 Euro, machen dabei aber, was sie sollen: Kaffeebohnen gleichmäßig mahlen.

Selbst ohne Test bin ich mir sicher, dass das für viele andere Modelle von Peugeot, Waldwerk, Zwilling etc. ebenfalls gilt. Wichtigster Unterschied beim günstigen Handbetrieb ist meist die Handhabung:

Ist die Mühle zu leicht, zu klein oder besitzt nur einen kurzen Kurbel-Hebel, ist jede Umdrehung mühsam. Und dann wird es mit steigendem Kaffeebohnen-Bedarf einfach nur nervig. Allerdings gilt auch: Für wenig Geld könnt ihr nur wenig falsch machen.

Beste Preis-Leistung bei Hand-Modellen: Timemore Chestnut C3S Pro

Timemore Chestnut C3S Pro

Die Timemore Chestnut C3S Pro Kaffeemühle aus Vollmetall in Edelschwarz oder -weiß sieht nicht nur gut aus, sie ist auch ziemlich professionell. Bohnenbehälter, Kegelmahlwerk aus Edelstahl und klappbare Kurbel bilden eine komplett durchdachte Einheit.

Die Kaffee-Mahlgrade entsprechen ganz meinem Geschmack, bei den Espressokörnungen gibt es einen besseren Konkurrenten. Mein Alltime-Favorit von Comandante kostet jedoch stramme 300 Euro, während ihr für die Timemore Chestnut C3S Pro nur rund 100 Euro hinlegen müsst. Und das ist ein klares Argument für sie.

Testsieger Handkaffeemühle: Comandante C40

Comandante C40 mit Arne

Man zeige mir einen Kaffee-Enthusiasten, der die Comandante C40 nicht mag! Die Edel-Mühle begleitet mich seit vielen Jahren und hat mich noch nie enttäuscht.

Hier zeigt sich nämlich, dass ein hervorragender und durchdachter Aufbau mit einer perfekten Handkurbel die Nachteile einer manuellen Mühle leicht ausgleichen kann. Selbst wenn ich etwas mehr Kaffee mahle, geht mir die Arbeit niemals auf den Keks.

Außerdem beherrscht die Comandante wirklich jeden Mahlgrad im Schlaf. Diese Präzision ist bisher unerreicht – aber sie hat auch ihren Preis. 

Mir ist vollkommen klar, dass kaum jemand fast 300 Euro für eine Handkaffeemühle ausgeben würde. Ich kann euch jedoch versichern, dass sich diese Ausgabe lohnt. Vor allem, wenn ihr oft in den Urlaub fahrt.

Test-Kriterien & Empfehlungen: Welche Kaffee- und Espressomühlen kaufen?

Scheibenmahlwerk oder Kegelmahlwerk, mit oder ohne Display, Holz oder Edelstahl, preisintensiv oder günstig: Bei der Auswahl eurer Kaffeemühle müsst ihr viele Entscheidungen treffen. Einige sind wichtig, andere nicht. 

Worauf es wirklich ankommt – und welche Kriterien in meinem Kaffeemühle-Test 2026 eine Hauptrolle spielen – klären wir jetzt.

Mahlwerk: Scheibenmahlwerk vs. Kegelmahlwerk, Keramik vs. Edelstahl

Das Mahlwerk ist das wichtigste Bauteil jeder Kaffeemühle. Logisch. Profis sind häufig überzeugt, dass ein Scheibenmahlwerk aus Keramik jedes Kegelmahlwerk aus Edelstahl in den Schatten stellt. Das ist zwar richtig, gilt aber nur unter Bedingungen:

Damit Mahlscheiben aus Keramik ihre Vorteile ausspielen können (zum Beispiel in Sachen Temperaturentwicklung), benötigen sie einen gewissen Durchmesser. Diese brauchen wiederum einen leistungsstärkeren Motor, der sie in eine schnelle und gleichmäßige Rotation versetzt. All das kostet Geld. Und zwar jede Menge.

Setzen günstige Kaffeemühlen auf ein Scheiben-Mahlwerk aus Keramik, ist es praktisch immer Murks. Ein scheinbar einfaches Kegelmahlwerk aus Edelstahl ist hingegen in jeder Preisklasse eine verlässliche Wahl. 

Wichtig: Seht ihr irgendwo eine Gewürz- und Kaffeemühle mit Schlagmesser, macht einen großen Bogen. Solche Modelle eignen sich ausschließlich für Gewürze und Co., nicht für Kaffeebohnen.

Schlagmesser hauen die Bohnen kurz und klein, anstatt sie zu mahlen. So entstehen ungleichmäßige Körner, die ungleichmäßig extrahieren. Der Kaffee hat am Ende nicht einmal halb so viel Aroma, wie er haben könnte.

Wie viele Mahlgrade braucht eine Kaffeemühle?

Melitta Calibra Mahlgrad Einstellungen

Direkt nach den Kaffeebohnen ist der Mahlgrad die wichtigste Komponente für guten Kaffee. Nur, wenn die Körnung zur gewünschten Zubereitung passt, erhaltet ihr das beste Aroma.

Der Mahlgrad entspricht dabei dem Abstand, den die Scheiben in einem Scheibenmahlwerk oder die Kegel in einem Kegelmahlwerk zueinander haben: Je näher die Bauteile, desto feiner der Mahlgrad.

Je nach Mühle könnt ihr diesen Abstand in vielen oder wenigen Stufen, manchmal sogar komplett frei, verstellen. Masse bedeutet hier gleich Klasse:

Je feinteiliger sich das Mahlwerk einstellen lässt, desto eher ist die Mühle für verschiedene Zubereitungsarten geeignet. 

Bei Espresso ist die Feinteiligkeit unterdessen wichtiger als bei Filterkaffee: Espresso benötigt besonders fein gemahlenen Kaffee. Jede noch so kleine Abweichung macht einen großen Unterschied für den Geschmack. 

Filterkaffee wird mittelgrob gemahlen und braucht nicht dieselbe Präzision. Meist macht es nichts, wenn die Körnchen einen Hauch zu groß oder klein ausfallen. Daher sind Einsteigermühlen mit begrenztem Mahlwerk oft eine Filter-Empfehlung, während sie bei Espresso versagen.

Eine dezidierte Espressomühle sollte wenigstens 40 Stufen mitbringen. Mehr sind zwar besser, kosten aber meist mehr – und machen sich mit eher alltäglichen Kaffeebohnen nicht unbedingt bemerkbar.

Am besten ist natürlich ein stufenloses Mahlwerk, das ihr jedoch entweder nur für viel Geld oder in manuellen Mühlen bekommt.

Edelstahl, Holz, Plastik: Welches Material ist am besten?

Das Gehäusematerial hat zwar keinen direkten Einfluss auf das Mahlergebnis, wohl aber auf den Mahlvorgang: 

Je weniger Kunststoff vorhanden ist, desto weniger kann sich die Mühle statisch aufladen. Das sorgt dafür, dass weniger Kaffee kleben bleibt, anstatt im Auffangbehälter zu landen. Zudem haben hochwertige Materialien viele weitere Vorteile: 

  • Langlebigkeit: Materialien wie Edelstahl halten länger als günstiger Kunststoff.

  • Lautstärke: Hochwertige Materialien isolieren besser, das Mahlwerk wirkt leiser.

  • Reinigung: Je robuster die Mühle, desto sicherer könnt ihr sie pflegen.

Keine Kaffeemühle kann Kaffeeverlust komplett vermeiden – nicht einmal bewusst dafür konstruierte Modelle wie die Solis Scala Zero Static oder die eigenwillig designte Baratza Sette

Solis Scala Zero Stati Uebersicht

Das Preisschild und viel Edelstahl sind meist ein perfekter Hinweis darauf, ob der Großteil eurer Kaffeebohnen auch wirklich ankommt, wo er ankommen soll.

Um die Lautstärke zusätzlich zu dämpfen, lohnt sich zum Beispiel eine spezielle Matte für die Kaffeeecke. Ein Beispiel findet ihr in meinem Shop.

Single Dose bis Waage: Welche Funktionen sind sinnvoll?

Kaffeemühlen sollten meiner Erfahrung nach nicht nur gut, sondern vor allem einfach zu bedienen sein. Je weniger Knöpfe und Rädchen zu verstellen sind, desto besser fügt sich das Modell in euren Workflow.

Allerdings gibt es ein paar Extras, die nicht nur das Mahlen, sondern vor allem das Dosieren erleichtern. Dazu gehören:

  • Grind on Time: Einstellen der Mahldauer

  • Grind on Demand: Mahlen bei Betätigen eines Schalters, z. B. Kontaktschalter für Siebträger

  • Grind on Weight: Mahlen bis zum Erreichen eines bestimmten Gewichts

Einsteigermühlen haben meist eine einfache Tassen-Portionierung, die oft bei zwei Tassen beginnt. Das Problem: Wir wissen nicht, wie viel Kaffee als Tassenportion gilt, und können nur ungenau arbeiten. Für Espresso sind solche Skalen überhaupt nicht geeignet.

Grind on Demand und Grind on Weight sind schon in der (unteren) Mittelklasse oder im Espresso-Einsteigersegment zu haben. Ob das alles so genau ist, wie uns versprochen wird, lässt sich meist nur in der Praxis herausfinden.

Für unsere Anforderungen und Kaffeebohnen sind diese Features jedoch trotzdem ein Plus – und in meinen Augen wichtiger als ein großes Display oder angebliche Extras für einen besseren Geschmack.

Das optimale Verhältnis von Preis und Leistung

Einsteigermodelle sind einfach gestrickt, mahlen nach Tassenanzahl und sind günstig. Daran gibt es nichts auszusetzen – zumindest, wenn ihr einfach nur eine ordentliche Tasse Filterkaffee aus einer Maschine trinken wollt.

In diesem Fall reicht es völlig, wenn ihr rund 60 Euro ausgebt und euch an Modelle wie die Rommelsbacher EKM 200 haltet. 

Aus schon mehrfach genannten Gründen (Mahlgradeinstellung, Bedienung, Feinheit) sind brauchbare Espressomühlen insgesamt teurer. Sinnvolle Anfängeroptionen gibt es ab rund 130 Euro.

Nach oben gibt es keine Grenzen. Mit ist jedoch schon öfter aufgefallen, dass zwischen der Einstiegsklasse und dem Mittelsegment ab etwa 300 Euro eine recht große Lücke klafft:

Mühlen für mehr als 150, aber weniger als 300 Euro bieten meist keinen echten Mehrwert – selbst wenn das Mahlwerk etwas feiner und die Ausstattung etwas üppiger ist. Für die Aromen ist der Unterschied meist gering.

Filtermühle, Espressomühle oder Allrounder? 

Mir ist bisher noch keine Kaffeemühle untergekommen, die für alles und jeden funktioniert. Selbst die besten Modelle erhalten eher eine Filter- oder eher eine Espresso-Empfehlung. Das liegt meist nicht am Mahlwerk, sondern am Aufbau und der Handhabung.

Optisch erkennt ihr eine Espressomühle an einem hohen, vertikalen Aufbau. Kaffeemühlen sind gedrungener. Viel wichtiger ist, ob die Mühle eine Auflage und einen Kontaktschalter für Siebträger oder einen großen Auffangbehälter mitbringt. Auch die Dosiermöglichkeiten sind wichtig.

Selbst wenn eine Mühlen-Empfehlung Zubehör für beide Optionen mitbringt, tendiert sie letztendlich immer in eine Richtung. Hier kommt wieder das Zusammenspiel von Mahlwerk, Bohnenbehälter, Aufbau usw. zum Tragen.

Ich rate immer dazu, euer Geld in eine Mühle zu investieren, die am besten zu eurer Lieblingsmethode passt. 

Wer mehr Auswahl will, kann sein Hauptmodell um eine günstige Einstiegsvariante aus der anderen Zubereitungsrichtung ergänzen. Davon habt ihr letztendlich mehr, als wenn ihr nach dem perfekten Allroundmodell sucht.

Manuelle vs. elektrische Mühle: Was ist besser für Kaffeebohnen?

Baratza Encore ESP Bohnenbehaelter

Elektrische Kaffeemühlen mahlen schnell und bequem, manuelle Kaffeemühlen mahlen meist präzise und lassen sich leicht reinigen. 

Auch wenn die meisten lieber auf ein elektrisches Kegel- oder Scheibenmahlwerk setzen, halte ich es für die beste Idee, wenn ihr auch eine mechanische Kaffeemühle zur Hand habt. Zumindest, wenn ihr gern experimentiert:

Für hervorragenden Specialty Coffee, den ihr nur in kleinen Portionen mahlt, oder auch für Kaffee unterwegs ist das manuelle Mahlwerk die bessere Empfehlung. 

Seid ihr auf eine größere Menge Kaffeemehl aus und wollt die Mühle so einfach in euren Alltag integrieren wie die Kaffeemaschine oder Chemex, ergibt eine Elektromühle mehr Sinn.

Espresso vs. Filter: Welche Kaffeemühle passt zu welcher Zubereitungsart?

Eine Kaffeemühle ist nur so gut, wie sie zur jeweiligen Zubereitung passt. Je nachdem, mit welcher Methode ihr euren Kaffee brühen möchtet, ändern sich auch die Anforderungen an eine Mühle.

Siebträgermaschine: Präzision für besten Geschmack

Breville Bambino Plus Espresso Bezug

Für Espresso aus der Siebträgermaschine muss das Kaffeemehl besonders fein und gleichmäßig gemahlen sein.

Denn das Kaffeepulver ist nur kurz in Kontakt mit Wasser, wir benötigen also eine maximale Oberfläche für den besten Geschmack. Weichen die Körnchen stark voneinander ab, wird das Ganze unregelmäßig.

Selbst günstige Handkaffeemühlen mit Kegelmahlwerk kriegen das oft besser hin als im Vergleich ebenso günstige Mühlen mit Scheibenmahlwerk. Dieses Mahlwerk lohnt sich erst ab mehreren hundert Euro.

Setzt lieber auf ein elektrisches Kegelmahlwerk und achtet auf eine große Mahlgradauswahl. Darüber hinaus sollte eine Empfehlung für Espresso folgende Eigenschaften besitzen:

  • Bedienung per Siebträger 

  • Optionen für die Dosierung

  • Wenig statische Aufladung

  • Kurze Mahldauer

Für Einsteiger ist die Graef CM 800 eine Espresso-Dauerempfehlung mit vernünftigen Ergebnissen. Wer zu einer größeren Investition bereit ist, wird mit der Eureka Mignon Specialità Spaß haben. Als Handmühle hängt die Comandante C40 alle anderen Modelle bei den Espresso-Mahlgraden ab.

Herdkanne: Wie Siebträger, aber anspruchsloser

Espressokocher verlangen zwar auch nach einem Espresso-Mahlgrad, sind aber nicht so anspruchsvoll wie Siebträgermaschinen. Ihr kommt auch mit einer Kaffeemühle aus, die feinere Mahlgrade beherrscht, ohne gleich ein Espresso-Star zu sein.

Mahldauer und Behältergröße fallen bei den relativ geringen Pulvermengen in einer Bialetti nicht wirklich ins Gewicht. Ihr seid deshalb mit fast jeder Handmühle gut bedient. Kleine elektrische Kaffeemühlen oder Einsteiger-Geräte wie die Rommelsbacher EKM 200 kriegen das auch hin.

Handfilter: Homogenität steht im Fokus

Handfilter Barista Arne

Die Zubereitung im Handfilter ist das Fine-Dining der Kaffeewelt. Präzision und Homogenität stehen im Fokus, um die besten Aromen aus dem Bohnenkaffee zu extrahieren. Auf den ersten Blick wirkt ein mittelgrober Mahlgrad anspruchslos, bei Handfiltermethoden ist das Gegenteil der Fall:

Nur wenn der Kaffee homogen und möglichst hitzeschonend gemahlen wird, lassen sich die besonderen Noten einer feinen Röstung für den Filter richtig herausarbeiten.

Das funktioniert entweder mit einer hochwertigen mechanischen Kaffeemühle oder mit einer elektrischen Mühle, die die mittleren Mahlstufen richtig gut beherrscht. Dafür setzt ihr etwa auf die Comandante C40 oder die Baratza Encore ESP

Chemex: Schneller mahlen, weniger Stress

Arne mit Filter in der Hand und Chemex

Die Chemex funktioniert zwar wie ein Handfilter, verzeiht Kaffeepulver-technisch aber mehr. Allerdings benötigt ihr hier eine größere Kaffeemenge. Die Hitzeentwicklung beim Mahlen sollte sich daher in Grenzen halten.

Auf dem Papier wäre ein Keramik-Scheibenmahlwerk ideal. In der Praxis geht ein Edelstahlmahlwerk jedoch klar – vorausgesetzt, die Leistung passt und es mahlt schnell genug.

Aus meinem Test passt so ziemlich jede der elektrischen Filtermühlen für die Chemex-Zubereitungsmethode. Handmühlen disqualifizieren sich hauptsächlich aufgrund des Volumens von Bohnen- und Auffangbehälter. Für eine 1-Liter-Chemex benötigen wir rund 65 Gramm Kaffeepulver. Das wäre eine enorme Kurbelei.

Kaffeemaschine: Hauptsache, sie mahlt (gut)

Filterkaffeemaschinen verdienen frisch gemahlene Kaffeebohnen. Auch wenn das Supermarktregal für Kaffee einen anderen Eindruck vermittelt. Neben einem guten mittelgroben Mahlgrad sollte eine Filterkaffeemühle diese Punkte erfüllen: 

  • Schneller Mahlvorgang für geringe Hitzeentwicklung

  • Großer Bohnen- und Auffangbehälter

  • Leises und angenehmes Mahlgeräusch, weil wir mehr Pulver mahlen

Grundsätzlich erfüllt jede elektrische Kaffeemühle aus meinem Test diese Kriterien. Sogar Modelle, die ich sonst nicht so feiere, sind für die Kaffeemaschine besser als nichts. Siehe etwa Melitta Molino.

Am Ende kommt es auch auf eure Kaffeemaschine an. Eine Moccamaster oder Melitta epour fällt zwar in die Kategorie Filterkaffeemaschine, erinnert in ihrer Arbeitsweise aber eher an einen Handfilter:

Moccamaster rot Arne Uebersicht

Herkömmliche Filtermaschinen sprotzeln das Heißwasser mit Druck und oft viel zu schnell auf das Kaffeemehl. Geräte wie die Moccamaster verteilen das Wasser sanft und gleichmäßig per “Duschkopf” über das Kaffeepulver. Auch die Brühtemperatur ist mit 92 bis 96 Grad optimal für einen schonenden Brühvorgang.

Damit diese Maschinen ihr Können ausspielen, muss das Kaffeepulver präziser sein als bei herkömmlichen Kaffeemaschinen. In dem Fall könnte eine höherpreisige Kaffeemühle wie die Moccamaster KM5 Sinn ergeben.

French Press: Her mit der Elektromühle

Coffeeness French Press 1l Arne Deckel

Die French Press gilt als eine der nachsichtigsten Methoden der Kaffeezubereitung. Wenn die Körnung nicht ganz homogen ausfällt oder das Rädchen für den Mahlgrad nicht ganz korrekt steht, kommt trotzdem guter Kaffee raus.

Darum eignen sich alle elektrischen Kaffeemühlen aus meinem Test für French-Press-Kaffee. Selbst die günstigsten sind eine Empfehlung. Ähnlich wie bei der Chemex gilt auch hier: Müsstet ihr genügend Kaffeepulver für die Bodum von Hand mahlen, fiele euch der Arm ab.

Wenn ihr nur kleine Kaffeemengen in der French Press zubereitet, könnt ihr natürlich auch mit der Handkaffeemühle ran. Legt euch dann am besten eine kleinere French Press zu. In meinem Shop gibt es die Edelstahl-French-Version bereits ab 300 Milliliter Füllmenge.

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AeroPress: Handkaffeemühle reicht aus

Für den fein-mittleren Mahlgrad einer AeroPress eignen sich viele Mühlen aus meinem Test. Das Gerät ist aber ein typisches Reise-Equipment, weshalb eine Handkaffeemühle wie die Timemore Chestnut Pro CS3 sinnvoll ist.

Auch mit einer elektrischen Mühle fahrt ihr gut – achtet nur darauf, dass sie mit feineren Mahlgraden klarkommt.

Kaffeemühle einstellen: Anleitung & Tipps

Wie bei allen Geräten für die Kaffeezubereitung dauert das Einstellen einer Kaffeemühle länger als alles andere. Ihr müsst eine kleine Menge Pulver mahlen, den Kaffee zubereiten, beurteilen und eventuell nochmals nachjustieren. Einfacher wird es mit diesen Tipps:

  1. Verwendet zum Einstellen günstige Kaffeebohnen. Discounter-Bohnen von Aldi und Co. eignen sich dafür sehr gut.

  2. Verstellt den Mahlgrad nur nach Empfehlung der jeweiligen Bedienungsanleitung. Meist gibt es zwei Möglichkeiten: Sind Bohnen drin, muss der Motor laufen; sind keine drin, könnt ihr die Scheibe oder den Kegel so verstellen.

  3. Die Anleitung ist oft ein guter Anhaltspunkt für den richtigen Mahlgrad. Wenn eine Spanne angegeben ist, beginnt in der Mitte der Werte.

  4. Macht nach jedem Durchgang einen Praxistest und bewertet die Ergebnisse in der Tasse.

  5. Wenn es noch nicht passt, geht es in kleinen Schritten feiner oder gröber.

  6. Habt ihr den richtigen Mahlgrad gefunden, lohnt es sich bei vielen Mühlen, die Position mit einem Edding zu markieren. Oft ist die Skala zu grob beschriftet, mit der Markierung spart ihr euch langes Suchen nach der Reinigung.

  7. Nehmt zur Dosierung (oder zur Kontrolle) eine Kaffeewaage. So findet ihr heraus, wie die Mühle Tassenportionen kalkuliert und wie viel Kaffee durch Aufladung und Co. verloren geht.

Kaffeemühlen reinigen: So geht’s

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Die Kaffeemühlen-Reinigung ist keine große Sache. Da das Mahlwerk nicht tief verbuddelt in einem großen Gerät steckt und wir relativ wenige Bauteile säubern müssen, lässt sich praktisch jedes Modell gut von Hand reinigen. Dabei geht ihr so vor:

  1. Bohnenbehälter leeren und/oder abnehmen und mit klarem Wasser auswischen.

  2. Oberen Teil des Mahlwerks freilegen und abnehmen. Meist müsst ihr nur eine Abdeckung entfernen und könnt zum Beispiel den oberen Mahlkegel einfach herausholen. Die Bedienungsanleitung sagt euch mehr.

  3. Oberen Teil des Mahlwerks abpinseln. Nur unter Umständen zusätzlich mit Wasser reinigen – dann aber gut abtrocknen lassen.

  4. Kaffeestaub aus dem unteren Teil des Mahlwerks mit Staubsauger entfernen.

  5. Alles wieder in der richtigen Reihenfolge zusammenbauen.

Verwendet zur Reinigung weder Spülmittel noch Geschirrspüler. Wasser bzw. ein ordentlicher Pinsel reichen schon. Da ich weiß, dass keiner Bock auf Reinigung hat, findet ihr in meinem Shop noch eine einfachere Alternative:

Mein Mahlwerkreiniger auf Basis von Kaffeebohnen wird einfach durchs Gerät gemahlen. Anschließend jagt ihr nochmal eure Einstellbohnen durch – fertig. Dieses Prinzip ist weder neu noch einzigartig. Es gibt viele ähnliche Produkte am Markt. Vergleicht am besten selbst und stellt meine Empfehlung auf die Probe.

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Kaffeemühlen bei Stiftung Warentest: Was sagt der Testbericht?

Die Stiftung Warentest hat sich zuletzt 2024 mit Kaffeemühlen beschäftigt. Ihr Testsieger ist die Opus Conical Burr Grinder von Fellow für rund 200 Euro. Merkwürdig dabei:

Die Stiftung beschreibt die Kaffeemühle als eine der langsamsten im Test – was eigentlich keine gute Sache ist. Angeblich sind die Mahlergebnisse aber gleichmäßig.

Weiterhin finden sich im Test unter anderem die KitchenAid 5KCG8433, zwei Modelle von Wilfa, die Krups Grind Expert GVX242, die DeLonghi KG89 sowie die von mir getestete Melitta Calibra

Letztere hat auch von mir eine ordentliche Bewertung bekommen, damit kann ich mich also arrangieren. Gar nicht einverstanden bin ich allerdings mit dem Schlagmesser-Modell:

Die Bosch TSM6A013B mahlt laut Stiftung “recht gut”. Das zeigt einmal mehr, dass die Stiftung von Kaffee keine Ahnung hat. Ein Schlagwerk hat im Bohnen-Universum nichts verloren. Niemals.

Auch die Moccamaster KM5 ist vertreten. Beim besten Mahlergebnis stimme ich voll zu, Handhabung, Gewicht und Lautstärke schätzt der Bericht eher schlecht ein.

In meinem Test habe ich 84,1 Dezibel gemessen, was sie tatsächlich objektiv laut macht. Aber: Das Geräusch ist bei weitem nicht so nervig wie bei anderen Modellen.

Zudem wiegen hochwertige Materialien nun einmal mehr als Kunststoff. Auch garantiert ein höheres Gewicht eine bessere Standfestigkeit und damit Laufruhe. Aber wie gesagt: Von der Stiftung Warentest erwarte ich sowieso keine Expertise.

Fazit zum Kaffeemühlen Test: Must-have für guten Kaffee

Frisch gemahlene, gute Kaffeebohnen sind die wichtigste Voraussetzung für guten Kaffee. Daher kommt ihr nicht um eine Kaffeemühle herum. Dabei gilt für mich eine klare Devise: 

Solange ihr auf ein Schlagwerk verzichtet, könnt ihr mit allen meinen Empfehlungen und zahlreichen anderen (günstigen) Modellen viel erreichen. Einsteiger-Geräte wie die Rommelsbacher EKM 200 und Graef CM 800 beweisen das. 

Selbstverständlich geht es immer noch besser, präziser und umfangreicher. Wenn ihr wollt, könnt ihr für Kaffeemühlen genauso viel ausgeben wie für eine hochwertige Espressomaschine. Halte ich euch auf? Nö. Ist es notwendig? Das entscheidet ihr.

Welche Kaffeemühle steht bei euch in der Küche? Und gibt es noch ein besonderes Modell, das ich mir im Test vornehmen soll? Schreibt es in die Kommentare!

FAQ zu Kaffeemühlen

Manuelle Kaffeemühlen sind praktischer für unterwegs und eignen sich meist für alle Mahlgrade. Elektrische Kaffeemühlen mahlen oft präziser, sind komfortabler in der Anwendung und besser für größere Kaffeemengen geeignet.

Eine gute Kaffeemühle auf Einsteigerniveau gibt es bereits für weit unter 100 Euro. Eine Espressomühle ist ab etwa 130 Euro brauchbar. Sinnvolle Handmühlen gibt es bereits für unter 50 Euro.

Ein Scheibenmahlwerk aus Keramik gilt als hochwertiger, ist jedoch erst ab einer gewissen Mühlen- bzw. Scheibengröße vorteilhaft. Sowohl ein Scheibenmahlwerk als auch ein Kegelmahlwerk aus Edelstahl können gute Ergebnisse erzielen – Kriterien wie Mahlgrad-Einstellungen, Verarbeitung und Handhabung sind wichtiger.

Aktualisiert: 21. Februar 2026
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Arne Preuss

Moin! Ich bin Arne, Ex-Barista und Kaffee-Nerd bei Coffeeness. Seit Jahren teste ich mit meinem Team Vollautomaten, Siebträgermaschinen und Bohnen – ehrlich, unabhängig und mit viel Leidenschaft. Unser Ziel: euch beim perfekten Kaffee zu helfen. Und wer mag, findet im Coffeeness-Shop auch unsere eigenen Bohnen und hochwertiges Zubehör.

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